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i30 Cap. xxx. woher dieMangel der eijernenGranaten entstehen?
Boden tinen. weilen die Granat eine Dicke von Eisen hat /machet sie mehr Trümmer/Zapffe haben Reibet weniger in der Erde liegen. Zum andern ist sie im Stoß überaus sicher/weilen der angegossene Zapffen krasstig. Drittens darff man nicht sorgen/wenn anders die Granat recht gegossen/daß die Brand-Röhre auf das Maul falle / undblind gehe/weilen gemeldterZapffen ein gcnugsamesGewicht giebet. Vierdtens bedarffman keiner höltzernen Kammer-Spiegel/welche wegen vielfältiger Veränderung un-gleiche Würffe bringen/fondern dieser Zapffen/welcher weder von der Sonnen eindor-ret/uoch vom Regen auffqvillet/verrichtet derer Ambt/und giebt gleichere Würffe. Wo-fern man auch wolte diese Zapffen etwas gespitzt machen/ wie in der Figur zu sehen/kön-ten solche das Ambt der zugespitzten vertreten/w eilen sie leicht durch ein Gewölbe durch-schlagen : Die Dick des Zapffens richtet sich nach Weite der Kammer/die Lange aberkan man geben/wie man will.
Gap. XXXI.
WoherdieMängelder eisernen Granaten entstehen/wie
solche zu erkennen / und ihnen zu helffcn?
Dw Haupt- ^^Je ersten/meisten und grösten Haupt-Mangel der Granaten ent-O^fiehen vornehmlich daher/wenn solche angegeben/oräiniretunv bestel-Lntsiehen von let werden von solchen Leuten/welche niemahls Granaten geworffen/Unverstände- noch sehen werffcn/oder da ja solches geschehen/niemahls nblerviret/wasvorMattem^ Mangel sich an denselben befunden/viel weniger daran gedacht/wie solche zuverbessern/zu verhüten und abzustellen.
Unter diese sind zu rechnen solche Zeugs-Bediente /welche ihre LliarZe erbettelt/rrkaufft/erheyrathet/oder sonstperfas & nefas darzu gelanget; nicht daß sie in solchersich zu befleißigen ( auch was ihr Amt zu wissen erfodert/zu lernen) Vorhabens / sondernvielmehr/wie sie mit schmutzigem Maul fein gemächlich zum Fenster naus sehen /undWer gantz säuberlich warten möchten ; Dahero etliche von solchen mit Recht denTitulLines Wärters (aber nicht des Zeuges/sondern ihres unnützen Freß-Wanstes/haben.Denen es alsdenn/wenn sie ihre Dienste verrichten sollen / hinten und forn fehl schlaget,i. Mangel Der erste Mangel einer Granat ist/wenn solche in den Mörsel zu kleinGranaten i»und zu viel Raum hat/denn das Pulver oder vielmehr dessen gewaltsamerMorset ru Dunst und Feuer/gehet neben derselben mit durch / weilen es Raum genugElein. hat/welches einen viel schwacher« und liederlichen Wurst verursachet / abson-derlich wenn mit einem Feuer geworffen wird. Und ob man schon solchen kleinen Gra-naten mit starckem Vertammen etwas helffen kan und muß/so ist es gleich wohl ein ver-stümmeltes Wesen/so von den Spiel - und Wind - Narren herkommet / welcher meisteMissenschafft in Wind und Spiel-Räumen bestehet.
Eine Granat/ so wohl im Mörsel schliesset / gehet weit und gewisser / als eine dievielSpielung hat.
-.Mangel ist Der andere Mangel an einer Granat ist/wenn sie gar zu schwer von Er-schwer, oder st"/oder gar zu dünn von Eisen gegossen.In die schweren gehet wenigPulver/gar zu dinne.welches man als denn nothwendig starckund reisscnd machen muß/ wennsolche rechte krafftigeTrümmer geben sollen. Sie erfodern grosse Kammern / und dasstarckestelPulver zum Werffen: Ohne diese Hülffefliegen sie wie ein bleyerner Vogel»
Die dünnenGranaten (absonderlich wenn das Eisen spree) machen im Zerspr^gen zuviel kleine Trümmer/es sey denn / daß solche mit dem schlechtesten verdorbenenfaulen Pulver geladen werden.
Im Werffen aben muß man sehr gelinde laden/und solche nur in der nahe brauch
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