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Cap. X XX I. woher bie Mättgel dee eisernen Granaten entstehen?
^.Mangeltwann sieungleichgegossen
gegossen, memen runoenmeyr yavcn roucil.
und fallen die Brand-Rohren bald uriter-bald über sich/gehen blind/rmd bleiben wie eintodter Hund demFeinde ohne Schaden vor der Nase liegen. Es sind auch solche Gra-naten der Zerspringung unterworffen/dahero am besten/man lasse sie gar ungeworffen/und applicite sie zu allerhand Spreng - Merck.
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Dieser Mangel entstehet nicht aus dem Riß von Pappier/aber wohl aus Unver-stand des Zeugivarts/und derer/die solche angeben/den unsteißigen Giesser / welchersolche Maul-Affen über den Tölpel wirfft / mit eingeschlossen. Denn wenn der Kernvon Leimen nicht recht eingesetzt/nachErforderung der proportion von der Granat/somuß ja das Eisen hinfliessen/wo es kan/und Raum finde.
Item wann die ganße Form nicht wohlgebunden und eingerammet; denn wennsolche weichet/schleudert die Kern-Stange mit/dahero solche Früchte entstehen. Wennnun ein Kluger Zeugs-Bedienter recht handelt/nimmt er nur von demGiesser dieGutenau/die Schlimmen wirfft er aus/da im Gegentheil ein Idiot alles passiven läst/wennes nur so runde hole Kugeln sind/GOtt gebe/wie dessen Principal damit versehen werde.vLürung. Alle Granaten sollen billig erstlich inwendig mit einem Wachs-Licht bei
tw0r«nate sehen/und ihre Dicke von Eisen mit dem bey der Figur vorgestellten Zirkelvilltiret werden; Eskanauchlnicht schaden/daß man jedwede ä parre wieget/undwelche zuleicht oder schwer / mercket / denn wenn man mit dem Giesser auff ein gewissesGewicht einer harten Granaten sich verglichen / soll man die überwichngen nicht theu-rer bezahlen / als die rechten / sondern es soll auch an den leichten der Mangel doppelt ab-gezogen werden / welches die Giesser fleißiger formen und arbeiten lernet.
Giesser Un- Und ob gleich ein Über-Studirter hier einwenden wolle/es wareun-fieiß inGra- möglich / eine Granat just so schwer / als die andere;» giessen/ indeme einEi-naten- anders im Gewicht als das andere /und die Hitze des Feuers einmahlstärcker als das andere / dahero unmöglich / Vle Granaten in ein gleiches Gewicht zubringen. Solches ist eben meineMeynung j und kan dieses zwar auch wohl gar nichtgeändert werden/ man kan auch dem Giesser diesesfals keine Schuld zumessen: Daßaber aus des Giessers Unfleiß die meisten Granaten im Gewicht sehr ckErenc seyn/und entstehen / liegt klar am Tage / worwieder obiger Einwurffnicht schützen karr.
Mehrere Ferner sind auch dieses lauter Mangel an Granaten/werm die Brand-^ anates löcher zu eng / oder zu weit und ungleich / die Granaten keine Ohren haben/u bey welchen sie können handthiret u. getragen werden / wenn kein Löchlein zuEinfüllung des Pulvers an der Granat sich nicht befindet/ von welchen im vorhergehen-den Capitel schon gemeldet. Es ist auch ein Haupt-Mangel / wenn die Granat Gru-ben hat / und löchericht ist / welches aus kaltem Giessen und unreinen Eisen entspringet /muß also das Eisen mehr gereiniget / und wohl heiß gegossen werden/die Gruben undLöcher im Granat muß man mit Eisen oder Bley wohlverschlagen/und dieselbe Stellemit einem doppelt Zwillig-Pflaster und Kurt verwahren; Am besten taugen selche Gra-naten zum Sprengen in die Aussen-Wercke/und denen Belagerten eure Masizveradeüber die andere darmit zu bringen.
Kk 2