Cap XXVL Von Gebrauch des Qvadranten und Schuß,Tafeln.' 169
Gap. XXVI.
Von Gebrauch deßOvadrantcll uildausgmchneten
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Schuß-Taftln in Attaquen.
®Jfc3e Schieß-Tafeln werdet: den anfangenden Büchsen-Meisiern darum vorgelegt/o^Zund erkläret/damit sie nur beylausstigwissn können/wie weitem Stück von ge-wisser Lange / Ladmnd Richtung in Kern und Bogen-Schuß seine Kugel treibe.Qvadrmtt. , Der Ovadraitt aber / oder ein gemeiner Aufffatz / lehret nichts mehr/8ebrauchm.^als wie man das Mittel von Stück hinten uht> forn suchen / und von Gradzu Grad in Bogen schießen soll.
Daßaber etliche in ihren Büchern beydes zu einer gewissen und unfehlbaren Re-gel vorgeschrieben/und wie man daraus gewiß schiessen könne/ist gantz mmölhig.
Vestnnr Diese Künste lassen sich in einem Zimer auffdem Pappier practicicen;
|3t w« vorVestungen aber streichet man die Tafeln aus / das rechnen/ samt demEchieß- Ta-Ovadranten/verlieren sich/ und muß das wohl-exercirte Augen-Maaßfeln oder über das Metall zurichten / und der Verstand des Büchsen - Meisters / dasEbrauchi. Beste thun. Dahero ist nöthig, die Schieß-Tafeln und Ovadranten zwarMgcn-Maßzu erklären / die Büchsenmeisier aber über das Metall scharst zu richten / wohlüber das Me^xer-ciren; so haben sie nachmahls diesen Vortheil / daß sie geschwind und^ beste. 9 sicher richten/wann gleich das Rad und Lavett auffeine und andere Seitezuckest stehen / wann nur die höchsten Reiste im Kopff und Boden recht rund geftirlet: dahero die Stückgiesser anst dieses wohl Obacht haben sollen.
Gap. XXVII.
Wie aus llcimnAw-Sruam / vranaten/Regen und
Brand-Kugeln zu schieffen ?
Je Regiments-Stück / sie mögen seyn kurtz oder lang / karr manmt Vestung ebcnfals zu Schiessrmg unterschiedlichen Feueremploiren.
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Reaiments-Stuck sindvor Vestunrgen wohl zu-
Regiments- ^XIeRegiments-Stuck/ sie mögen seyn kurtz oder lang /karr man vorei-wrVestunr o^ner Vestung ebcnfals zu Schiessung unterschiedlichen Feuerwcrcksgen wohl zu- emploiren.
gebrauchen. ^ In dem Kupffer-Blatte l^o. I4.1it. E. habe ich vorgestellet eine Ma-gm/ausStü-uier Regen-Kugeln / welche aus Stücken können geschossen werden. Auffcken zu schiestdiese Manier schiestet man auch Granaten / Feuer-Spreng-und Brand ^Ku-le"- geln; von dero Verfertigung ich an behörigem Ort Meldung gethan.
Bey Schiessmg der Regen - Feuer-und Brand - Kugeln / auch Granaten /mußman nicht zu starck laden /und wohl acht haben / daß der Stock aust der Ladung anstehe/wie satter er in das Stück gehet / ie weniger brauchet.es Pulver / eine kleine Praxis wirdden geringsten Büchsenmeister unterrichten / wie er mit den Ovadranten auffsetzen/und mit solchem Feuerwerck schiessen soll.
Der Kngel wird forn zum ersten/ und nachmahls dem Stück Feuer gegeben/dasStück aber wird bey der Traube an die Lavette an befestiget / daß es nicht wancken kön-ne.
Diese Mattier / Feuerwerck zu schiessen / ist vornehmlich bey kleinen fliegenden Ar-meen / und vor solchen Vestungen dienlich / so da von Holtz gebauet sind / weilen es we-nig kostet/leichtfortzubringen/und geschwind kan appliciretwerden.
Will man auswendig an die Feuer-Kugeln starcke Ancker-Hacken machen/ so ver-treten sie die Stelle der Kleb-Kugeln und grossen Feuer- Pfeile.
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Cap.'
IV. Theil.