170 Cap.XXVIH. Von gebrauchten Mörseln in Xn»iuen. ^
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Bon gebrauchtenMrseln in Attaquen.
WiemitMör-'EM N vorhergehendem Theil habe ich gelehret/ wie das Feuerwerck solli^ngm ^^^Mverftttiget-und gcworffen werden / und wie die Feuer« Mörsel beschas-giren / u.was^^ftnftyN ftlleU..
dar^y zube- Anietzo ist noch übrig zr melden / wie vor einer belägerten Vestung dar«ovachten . M^ßirctt/undwaS bey denselben zubeobachten.
Bey Pfiam Wann bekant ist / wie weit manmit dem besten Pulver / siarcker Ver-
Mörftust diekalnMnng /undhöchstemGrad aus den untergebenen Mörseln werffen kan/Distantzwohlmuß man solche bekattte viüsntz bey Pßantzung der Mörscl in Obacht neh«'Nachtu mett/umden ersten Kessel nicht zu weit von der Vestung zu legen.
Mörsel sollen MeinesErachtens sollman vor einer Vestung die Mörsel / (wo möglich)
nahe an der so nahe stellen '/ daß man zum wenigsten die Aussen - Wercke und hohen WallDestung ste-- uütSteineN und Lragonevn erlangen kan / damit man bey Abgang oder9 * Mangel dcsFeüerwercks/ mit den Mörseln nicht stillehalten darff/ und daß
man mit viel Hand-Granaten auff einmahl aus-gedachten Mörseln die Vestung errei-chen könne.
Viel Mörsel Gar zu viel Mörsel sind auff einem Kessel nicht nöthig / weilen solche/
Äm ivann sie nahe an einander stehen / einer dem andern im Zünden gefährlichnA nöthig, ist/nnd viel Feuerwerck machen sich selbst confus.i. Mörftl gc- Auff einem Kessel sind 2. Mörsel genugsam / weilen sie ordentlichernen Kessel.' und richtiger ohne Verwirrung können geladen und gezündet werden.
Viel Kessel Viel Kessel vor einer Vestung können nicht allein alle des Feindes Bat-
find nöthig bewerffen / sondern sie können auch nicht vor der Belägerten Gegen-
Vestung. Mehr in so g> osse Gefahr gerathen / als wann derer wenig und groß sind. Dieunglücksecligen Zufälle bey Werffüng des Feuerwcrcks können auch nicht so schädlichseyn / als wenn viel Mörftl beysammen stehen.
Die grossen Granaten und Pvmbensoll man/wann die Vestung ein Soldaten-Nest / und die Guarnifoft der Bürgerschafftüberlegen / allein auffdes Feindes Batte-rien brauchen / um solche samtden Stücken zu ruiniren.
Die Bürger Und damit die Bürgerschafft auch was zuthun bekomme / und keine5SS Vice-Soldaken agiren könnt / muß man mit Feuer-Regen und Brand-Ku-B-and-Km geln ihnen etwas zu schaffen geben; die glüendc Kugeln sind hierzu auchgeln geäng- htenlich / ob sie gleich sehr wenig kosten.
Wo man mercket/ daß ein Posten starck mit Mußqvetirern besetzet ist /welche mitcontinuirlichen Chargireu erweisen / daß sie nicht gerne die ungeladenen Gaste nahewollen kommen tassen/delwnkan man mit vielen Mörseln Tag und Nacht etliche tausendTragonerüber den Halsschicken/ so vergessen sie theils das hitzige Chargiren/und dieandern werden scheu / wie die Tavch-Endten.
Diese Pillen / mir den Sprcng-Kngeln und Hand - Granaten-werssen untermi-schet / kan man auch allen Aussen-Wercken/den Arbeitern auff den Batterienund inAb-schnitten/ an statt einer Universal Medicin appliciten. Diese Lapides und Steineder Weisen / sind von unterschiedlicher Würckung / nachdem der Zustand eines belager-ten Menschen ist.
Sie vertreiben die Melancholischen Gedancken (wie lang die Belagerung etwanWähren möchte) auff einmahl / wannnsie den Kopff zerschmettern.
Mann aus vielen Mörseln continuirlich Steine gcworffen werden / wird wahr-
Hass