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Neue Curiöse Geschütz-Beschreibung : Worinnen nicht allein ausführlich gehandelt wird von unterschiedlichen Manieren und Gestallten derer Gieß-Oefen, darinnen allerhand Arten Stücke, Haupitzen und Mörser etc. zu giessen ... / heraus gegeben von ... Michael Miethen
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178
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178 dsx. mvm, Von Pallisaden-Retren,ttnd Maner,pekarken.

Das Befestir Das Befestigen der Petart auff das Mattill - Bret/ ist besser mit gu-

9 mmf f Een siarcken Schnuren / etwa eines kleinen Fingers dick / als mit Eisen / wel-ches eine schwindere Gewalt / leichter als die Seiler / so da nachgeben / zer-bricht.

Das Anhan- Das Anhangen der Petart ist das künstlichste / weilen man darbey gar

künMchste. leicht auffdie Finger geklopffet wird. Je starcker der Hacken zum Atthan-cken eingeschraubet / und die Petart gespreitzet wird/ie besser ist ihr Effect.

Wo man mit einem langen Baum / so auff 2. oder 4. .Rädern lieget / und an wel-chen die Petart vorn befestiget ist / über den Graben langen kan / ist es die allcrsichersieund beste Manier/ weilen man sich vor die Mußqveten-Schüß durch einestarcke mitBaum gemachte Blendung leicht bedecken kan.

Cap, XXXVIII.

Von Pallisaden Ketten- und Mauer -Petarten.

DerPallisa- <§^Je Pallisaden-Petarten müssen also beschaffen seyn / daß sie ihren Ef-«hSSafff Effect in der Breite verrichten / und etliche Pallisaden zugleich wegschla-J ten. gen können.

So viel man beylaufflg Pallisaden wcgsprengen will / solang muß das Matrill-Bretseyn: an statt dessen kan man auch ein Stück von einem Balcken/ so von Eisenbe-schlagen/ brauchen; Denn die äussersten Enden müssen so starck seyn / daß sie eine star-rte Pallisaden über einen Haussen werffen können.

Die Ketten - Petarten betreffend / hat Herr Granach in seinem Tractat derer et-liche und taugliche vorgestellet / ailwo sich der Leser ersehen kan.

Mauer - Pe- Die Mauer r Petarten / wie grösser sie sind / und wie tieffer sie in eineschafft und^ Mauer befestiget werden / ie bessern Eftect thun sie. Sie wird geladen mitdessen Effect. einem reißenden Pulver / wie die Thor - Petart / oder man machet ein anderPulver/folgender Gestalt: Wein-Eßigi2.pf. Kampffer ein halb pf. Salmiae einhalb pf. PomeraußenSchalen ein halb pf. Operment ein halb pf. Dieses alles/ wannes gestoßen/und Tag und Nacht in Eßiggepeitzet/wird clittilliret/der bPirims dar-von giebt die Ansiuchtung zum Pulver/wann es nach vorbeschricbenenSatzimStampffgearbeitet wird.

Cap. XXXIX. ;

Von Sapptren in die Conua -8carp.

Sappen sind leicht zumachen / weilen es nichts anders/ als ein ins gevierdt undoÄManns hoch mit Brerern ausgefütterter Gang/in der Breite / daß 2. oder Z.Mnß-qvetirer neben einander paßiren können / jedoch alles nach gestallten Sachen / Gelegen-heit des Orts / und Güte der Erden.

DasDurchbrechenaberund Einbrechen in die Lontra-8carp, das will Blut ha-ben/absonderlich wann der Durchbruch langsam zugehet / wann die innern Pallisa-den fest stehen / und wann man die ankommenden Gaste mit Pulver und Bley empsir-het/ und das / wie schön leuchtet der Morgen-Stern rc. um die Köpffe singet.

Das Durchbrechen / wann die Erde nicht sonderlich mehr dick / geschieht am füg-lichsien mit einer Petarte / welche nicht allein die Erde / sondern auch die Pallisaden mitfort nimmet / und die Austonnenden auff die Seite treibet.

Das Matrill-Bret muß nur hoch/breit u. starck genug seyn; die kleinen taugen hierzunicht viel /weilen der grosse Gewalt viel zuleicht durchdrmget / und nur ein kleines Lochmachet.

In einer Sappehatman die schönste Gelegenheit/ die Petarten an die Erde m

zufiel-