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Neue Curiöse Geschütz-Beschreibung : Worinnen nicht allein ausführlich gehandelt wird von unterschiedlichen Manieren und Gestallten derer Gieß-Oefen, darinnen allerhand Arten Stücke, Haupitzen und Mörser etc. zu giessen ... / heraus gegeben von ... Michael Miethen
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181
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Cap. XLIII, Von Defension der Vestung mit dem Geschütz. , rßt

lein die Lini/ wohin man die Mine continuiren will; als von b. gegen c. so die l-.mi a.

6. bey e. durchschneidet / bey c. muß man hie Lmi wegen des Feinds Gegen-minirena-bermahl schwingen/und deßwegen legt man das Tafelein mit demPnncten e. wieder aufden Boden bey c. in der 2. stgur . und spannet abermahls eine Schnur von c. gegen b.und drehet das Tafelein um/daß die Linia b c. gerad unter die Schnur c. b. komme/ sozeiget derauffgerissene Punct d.auffden Taftln/wo man mit der Linia im grossen Werckhingrabcnsoll/nemlich/vonc. gegen d.welcher die rechte Schrege giebt; will man nungerad unter den Puncten kommen/so nimmt man zuvor auff den verjüngten Maaß-Stab mit einem Circkel die Linia c.d. auff dem Tüfelein oder Bret in derz. Figur, undgrabt so viel Ruthen von c. gegen d. in grossen Werth/wie in der z. Figur angedeutet/ sokomt man gerad und just zum Puncten/da die Pulver-Kammer gemacht wird.

Nota i. Zu der Kunst des minirens ohne Magnet/muß man das Grundlegen undAussteckcn wohl verstehen. Die Winckel f. a. b. und f. a. d. wie auch die Linia a. b.unda.d. muß man in Grund legen; nun solte man die Linia b. d. führen/wieman rmFeld ausstecket. Weilen man aber wegen Felsen/oder des Feindes Gegen/miniren ab-lassen/und gegen c. weichen muß/sö legt man dieselbe wieder in Grund; endlich bey C,gegen d. procedirt man/wie im Auffstecken. .

Wann man den Puncten b. in der.;. Figur auff den Puncten b. ttt der 2. Figurleget/so kan man mit einem kleinen Hvhl-Bohrerlein den Puncten b. auffden Tafeleindurchbohren/damit man ein Eisenstesst durchstecken/an welchem man die Figur umdre-hen/nnd an statt desCompafs gebrauchen kan.

Den Winckel 5 . a. b. und F.a.d. kan man mit einem ieyen Schregmaß nehmen/und auff das Pappier tragen.

4, Wann man bey c. gegen d. wegen allerley Verhinderung noch nicht hatte kom-men können/so hatte man Hingraben können/wo man gewolt: dann man auff diese Ma-nier so offt absetzen kan/al6 man begehrt/und gibt sich die letzte Linie allewegen just.

Cap. XUN.

Von Defension der Vestung mit dem Geschütz und Feucrwerck.

Lange EtückA^Ielangen Stück nehmen in einer belägertcnVestung den VortrittvoplA/v^^dem andern Geschütz/weilen man mit demselben dem avancirendendem dmVor-Feind von den hohen Wercken Abbruch thun kan.

r»g. Ein langes Stück in einer Vestung soll über 18. pf. Eijen nicht schießen:

Dann/wann man nicht wohl versichert / daß überstüßige Munition verhandelt / ist esnicht nöthig auff einzelne kleine Trouppen viel Pulver zu verschiessen; es können kleine-re eben dieses verrichten/und das Pulver ersparet werden.

Kantzeund Die gantzen und Dreyviertels - Cartaunen sind in einer Vestung / wo

C«taunm bschmale und schwache Wercke sind/und nichts übriges von Pulver verbanden/sind in Ve- mehr schad-als nützlich / absonderlich jn solchen Platzen / .die man mit keinersckäd-als^^unition fecundixen kqn.

' nützlich. Die gantzen Cartaunen erfordern viel Pulver und Leute / die Schicß-

Schartten müssen weit scyn/durch welche sie dann leicht getroffen und zuschanden geschos- _sen wcrden/welches nachmahls über 900. fl.umzugiessen nicht kosten wird ; sie taugenam besten in Zeug-Hausern zum Anschauen/und daß ein oder der ander General (wie ichHalbe Car- schon gemeldet/) sein Gedächtniß damit zu stifften suchet. Die halben Car-vor"die gchstetaunen sollen billichvor die grösten erwehlet werden,ju erwehlen. Mit den kleinen zu agiren gibt die Attaque selbst an die Hand/ unddienen sie / die Schieß-Schartten der Belagerer unsicherer zumachen / auch etwa einemoder andern frechen Praler das Licht auszulöschen; worzu die kleinen Serpentine! odexDoppelhacken auff Böcken sehr nützlich sind.

IV. Theil. Jz Cap,