Cap. XLFV. Von Batterien in Vestungen.
,8r
Cap* XLIV.
Von Batterien in Vestungen.
Batterien Batterien oder Geschütz-stellungen in einer Vestung/ sind theils ver-
verandcvUch ^D^sanderlich/thcils unveränderlich.
theils UNVM ' Die unveränderlichen sind diejenigen / so in den Flancken gebauet wer-anderlich. den/damit sie die Lortirn die gegen-überstehendeFlanqund kace samt denGraben bestreichenOnnen.
Die Veränderlichen aber richten sich allein nach dem Bau des Feindes; also / daßwann etwa ein ungeschickter ingcneur eine Linia oder Logiament gebauet / welcheman mit den Cartonen beschiessen/ und in die Flanq kommen kan / bauet man so wohl indie Face, als Cortin, nach Eksorderungder Sachen/Batterien.
Wann die Brust-Wehr oder Schieß-Scharttc hoch/und das Stück niedrig / mußman die Bettung mit fest-gesetzter Erde erheben/und desto mehrBalcken legen/damitdie Bettung nicht leicht auffein odcrandere Seite/vorwder hinterwärts/sincken möge.
Wo man keine Erde hat/und gleichwohl Stück stellen soll/müssen erhöhete Batte-rien vorr starcken Balcken/nach Schwere der Srück/gebauct/und deren Gerüst wohl vcr-schväncket und verbutlden werden.
Die Auöbesstruug derSchieß-Schartten geschicht mit Woll-Säcken/inSÄarttm welche/ehe sie gesüller werden/ zwischen die Nach / Maschen einer Ellen langmitWoll-Sä^ mehr oder weniger/) fest cingenehet werden/ damit man sie starck anpfählen5 e «könne: sie müssen gleichwohl mit Stricken die krcutz und qver gebunden/ undwerden, auch mit denselben einbefestiget werden.
In heffrigem Schiessen muß man allezeit Wasser / in welchem Leimen oder Erdenzerrühret/in Vorrath haben/und gedachte Woll-Sacke damit begiesscn/auff daß sie nichtanzünden.
Andere Ma- Die andere Ausbesserung der Schl'eß-Schartten geschicht durch Sand-besserung zwey biß dritthalb Schuh lang/u. I. Schuh weit seyn sollen; wie
Schieß- langer sie find/ie besser sie sind; wan sie schon keinenSchuh weit sind/sie tönenScharrten. Wenfalls im Boden 2 .Maschen von Linien oder Gürten zum Anckcrn haben.
Sie lverden der qvere nach in der Ordnung geleget /angepflöcket/ und mit darzwi-schen geschütteter Erde fest an-und auffcinander geschichtet/so viel/als von nöthen ist.
Wie lettichter und feuchter die Erde in solchen Sand -Sacken ist / ie besser und tau-erhaffter halten die Schieß-Schartten; allein/sie müssen fest auf einander geschet werden.
Zu noch mehrerer Versicherung derSand-Sack/kan man/wan die Schieß-Schart-te ausgebessert/dieselbe nachmahls mit geflochtenen Horten ausfüttern / ist sehr nützlichund dauerhaft.
Dritte Die dritte Manier/ Schieß- Schartten auszubessern / geschicht mit Fa-
Mamer. und Erde/auffdie allgemeine Manier; welches ieder Büchsen-Mei-ster / der nur einmahl in oder vor einer Belagerung gewesen/ leicht verstehet.
Ein Commendant über die Artillerie in einer Vestung / soll mit Nichten zugeben/daß ein Büchsen Meister / so gmschiesset/die Schartten ausbessere; man kan schon et-was schlechtes finden /damitman sich von guten Leuten nicht entblöse.
Gap. XLV.
Wasvondemsogenantm Uber-banck-schiessen zuhalten?
Berbanck zu schiessen heisset man/wann in einer Vestung über die Brust-Wehre/-.8^ ohne Schartten geschossen wird.
Viel Autores,|b von der Fortification geschrieben/wollen von keiner bessern/als dieser Manier wissen/und verwerffen die Schartten aus der Ursachen / daßman dieWercke zahnlücktt mache/sich zu tieff sencke/und daß man nicht allenthalben streichen kön-