XV
Ein Rundschraffieren wird bei dieser Darstellungsweise in der Regel nicht vor-genommen
Der Gang der Anfertigung einer Zeichnung ist folgender: Zuerst wird dieZeichnung in Bleistift vollständig aufgezeichnet und darauf mit schwarzer chinesischerAusziehtusche ausgezogen und die Mittel- und Maßlinien mit den Maßen ein-getragen
Mau hat von einem Maschinenteil so viele Ansichten und Schnitte zuzeichnen, daß derselbe aus der Zeichnung genau zu erkennen ist. Von einerganzen Maschine oder zusammengesetzten Maschinenteilen sind vielfach mehrereZeichnungen erforderlich. Die Zusammenstellungszeichnung läßt die ganze Maschinetix und fertig zusammengebaut mit allen ihren Teilen erkennen. Diese Zeichnungzeigt der Werkstatt nur das fertige Produkt. Die einzelnen Teile der Maschinemüssen dann in größerem Maßstabe auf besonderen Zeichnungen nochmals auf-gezeichnet werden.
Die Maßstäbe.
Man kann natürlich eine Maschine nun nicht in ihrer natürlichen Größeauf einer Zeichnung darstellen, vielmehr muß dieselbe in einem bestimmten Ver-hältnis zur natürlichen Größe kleiner aufgezeichnet werden. Man muß dieselbein emem bestimmten Maßstab zeichnen, vielleicht in Maßstab 1:5, 1:10,1:20 '?: 50. L: 100, je nach der Größe der Maschine. Maßstab 1:5 bedeutetdann, daß die Zeichnung die Maschine in Vb, Maßstab 1:20, in Vz<> dernatürlichen Größe zeigt u. s. w. Im Maßstab 1:2, d. h. in der halben natür-lichen Größe, sollte man eine Zeichnung nicht anfertigen, da dieser Maßstabnicht deutlich erkennen läßt, ob die Zeichnung in natürlicher Größe oder in einemMaßstab aufgetragen ist. Daraus ergiebt sich schon, daß es für jede ZeichnungHauptbedingung ist, daß auf derselben neben der Überschrift auch der Maßstabvermerkt ist. Soweit es irgend angängig ist, sollten Zeichnungen einzelnerMaschinenteile, die sogenannten Details, stets in natürlicher Größe aufgetragenwerden, da bei dieser Darstellungsweise sich der Arbeiter sofort das richtige Bildvon denselben machen kann
Die Mittel-, Maß- und Schnittlinien.
Wie weiter oben schon bemerkt, sind in jeder Zeichnung die erforderlichenMittellinien einzuziehen. Die einzelnen Maschinenteile einer Maschine und dieeinzelnen Teile der ersteren selbst wieder werden sich um gewisse Mitten gruppierenoder symmetrisch zu denselben liegen. Diese Mitten werden durch besondersausgezogene Mittellinien gekennzeichnet. Ferner erhalten alle runden Maschinen-teile, wie Schrauben Wellen und dergl. Mittellinien. Die Mittellinien werdenam besten stets so — . — . — . — ausgezogen und zwar nimmt man beieiner Originalzeichnung in Materialfarben nach Tafel I zu denselben blaueAusziehtusche. Für Lichtpausen muß man natürlich auch schwarze Tusche —Tafel II — verwenden. Man zieht dann die Mittellinien etwas feiner als dieLinien der Zeichnung selbst.