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In Längskeilverbindungen unterscheidet man hauptsächlich drei Arten, undzwar: Flachkeilverbindungen,
Hohlkeilverbindungen undNutenkeilverbindnngen.
Diese drei Arten sind in Fig. 15 bis 17 dargestellt.
Fig. 15. Der Flächenkeil. Er findet Anwendung zum Aufkeilen vonRiemenscheiben u. dgl., welche keine zu großen Kräfte zu übertragen haben und
wesentlichen Erschütterungen nicht aus-gesetzt sind. Er bietet eine vorzüglicheVerbindung, da die Welle sehr wenig ge-schwächt wird. Die Welle ist nur ent-sprechend der Keilbreite flach zu feilen.Der Keil selbst sitzt in der Nabe des auf-zukeilenden Maschinenteiles.
Fig. 16. Der Hohlkeil oderSchweizerkeil. Er kann nur verwendetwerden, wenn kleine Kräfte zu übertragensind und Erschütterungen gar nicht auf-treten. Die Welle bleibt hier ganz unversehrt; der Keil wird auf seiner unterenSeite, entsprechend dem Wellendurchmesser, ausgehöhlt. Die Bewegungsübertragunggeschieht hier also nur durch die Reibung zwischen Keil und Welle.
Fig. 1t.
Fig. 17. Der Nutenkeil. Am meisten angewendet findet er sich beigrößeren Kraftübertragungen und Erschütterungen. Er bietet eine sehr sichereVerbindung bei richtiger Wahl des Anzuges und sorgfältigem Einpassen desselbenin die Nuten. Zur Hälfte liegt der Keil in einer Nut der Welle, zur anderenHälfte in der Nut der Nabe.
Der Anzug aller dieser Keile liegt in der Nabe und beträgt gewöhnlichVt» bis und zwar bei sorgfältig eingepaßten Keilen.
Die Keildimensionen dieser Verbindungen gründen sich auf praktische Er-fahrungen, und hat jede einzelne Fabrik ihre besonderen Normalien darüberaufgestellt.
Als Material für die Keile ist nur Stahl zu empfehlen.
Umstehende Tabelle giebt die Abmessungen der Keile von Gebr. Benckiserin Pforzheim .
Bei ganz großen Kraftübertragungen, z. B- großen Schwungrädern, genügtnatürlich ein Nutenkeil nicht, man wendet dann mehrere Nutenkeile an. welche