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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Bleibt zum Herausziehen der Schraube nach unten kein Platz, wie inFig. 56 u. 57, so muß die Schraube seitlich eingeschoben werden. Sie wirddann in einen Schlitz geschoben, welcher durch zwei vorstehende Lappen gebildetwird oder in dem Umfang eingearbeitet ist. Der Kopf wird dann länglichviereckig.

Durch Fig. 39 haben wir eine Verbindung durchKopfschraube bereits kennen gelernt.

Sind zwei Maschinenteile stetig in einer bestimmtenEntfernung voneinander zu halten, so benutzt man diesogenannten Stehbolzen. In Fig. 58 sind dieMaschinenteile 8, und 8z voneinander getrennt zuhalten. Es dient der Stehbolzen 8 dazu, welcher sichmittels Bundes auf den unteren Maschinenteil 8, stütztund durch Schraube und Mutter in demselben befestigtwird. Der Maschinenteil 8z stützt sich auf einen Bunddes Stehbolzens und wird ebenfalls durch Schraube undMutter

festgehalten. Derartige Verbindungen kommenunter anderem bei den Ventilen vor, wo die Traversefür die Ventilspindel zu halten ist.

Diese Stehbolzen sind teuer. Der Zweck wirdauch durch Fig- 59 erreicht. Hier sind zwei T-Trägervoneinander entfernt zu halten- Es wird zu demZweck zwischen die beiden Träger auf denSchraubenbolzen ein Stück Gasrohr gebracht,welches dann das Getrennthalten der beidenTräger verursacht, wenn die Schraube angezogenwird. Diese Verbindung findet sehr häufige An-wendung.

Eine Schraubenverbindung stellt auch dasSpannschloß dar, welches zwei schmiedeeiserneStangen so miteinander verbindet, daß ihre ge-

Fig. SS.

Fig. SS.

samte Länge beliebig verlängert oder verkürzt werden kann. Dieser Fall trittbeispielsweise bei den Zugstangen der Hänge- und Sprengwerke ein. Ein

Fig. so

solches Spannschloß ist in Fig- 60 wiedergegeben. Zwei Muttern, von denendie eine mit Rechts-, die andere mit Linksgewinde versehen ist, sind durch einenBügel miteinander verbunden. Die beiden Enden der zu verbindenden Stangensind, entsprechend den Muttern, mit Rechts- oder Linksgewinde versehen. Drehtman jetzt mit der Hand oder durch einen zwischen die Schenkel des Bügels