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nachstellbaren Kniehebel sind ähnlich einem Spannschloß konstruiert. Im übrigenzeigt die Kupplung die bekannte Anordnung. In Fig. 132 dient die Kupplungdazu, eine Welle auszurücken, wenn die Riemscheibe weiterlaufen soll. Zudiesem Zwecke ist die Kupplungshülse an der Riemscheibe angeschraubt. DieRiemscheibe läuft lose auf einer Leerlaufbüchse. Wird die Kupplung ein-gerückt, so wird die Welle mitgenommen.
Bei allen diesen Kupplungen müssen, wenn der Antrieb wechselt, d. h.wenn bald die eine, bald die andere Welle treibt, die Bremsklötze oder dergl.durch Gegengewichte ausbalanciert werden, damit sie im ausgerückten Zustandenicht durch die Fliehkraft gegen die Kuppelscheibe gepreßt werden, was einenVerschleiß der Kupplung oder, bei geringerem Widerstände der ausgerücktenWelle, gar Mitnahme derselben zur Folge haben würde.
Eine abweichende Konstruktion zeigt die Reibungskupplung von Loh-mann L Stolterfoht in Mitten (Fig. 133 u. 134.). Mit der Welle fest verbunden
M.
Fig. 133.
Fig. l31.
AWM
ist der Reibungskörper o. Er wird von den beiden Backen d lose umschlossen.Die Backen 1> sind mittels Zugstangen t an die mit der andern Welle fest ver-bundene Mitnehmerscheibe a angehängt. Unter sich sind die Backen 1> durchSchraubenspindeln m mit Rechts- und Linksgewinde von großer Steigung ver-bunden, welche mit den Hebeln aus einem Stück bestehen. An diese Hebel llfassen die Schubstangen s, welche wieder mit der, lose auf der Welle verschieb-baren Ausrückhülse 1c in Verbindung stehen. Der Schluß der Kupplung erfolgtdurch Verschieben der Ausrückhülse bis dicht an die Mitnehmerscheibe a; durch diehierdurch bedingte Drehung der Schraubenspindeln in werden die Backen 1> ano herangezogen, und die hierdurch erzielte Reibung bewirkt ein Mitnehmen dergetriebenen Welle. Beim Zurückziehen der Muffe werden umgekehrt, durch dieentgegengesetzte Drehung der Schraubenspindeln m, die Backen 1> von o entfernt,und mit der Reibung auch das Mitnebmen der Welle ^ aufgehoben.
Prakt. Maschinenbauer. 8