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Eine andere Reibungskupplung von Lohmann <L Stoltersoht inWüten vereinigt in sich eine Klinken- und Reibungskupplung (Fig. 135 u. 136).Der Hohlkegel a der Reibungskupplung ist auf der treibenden Welle ^ aufgekeilt,in diesen greift der lose Kegel d, der durch eine vorgeschraubte Platte ä stetsin den Hohlkegel a hineingepreßt wird. Um Formänderungen durch Temperatur-wechsel u. dergl. keinen Widerstand entgegenzusetzen, wird der Anpressungsdruckder Platte ä durch unter die Spannschrauben gelegte Gummischeiben s geregelt.Die Reibungskupplung ist also stets eingerückt. An dem Kegel d sind Klinken xbeweglich angehängt, welche hinter Zähne t der auf der zu treibenden Welle n,fest aufgekeilten Scheibe o greifen, so daß jetzt durch die Reibung und dieKlinken die Welle mitgenommen wird. Die Kupplung ist also eingerückt.Die Klinken werden stets durch Spiralfedern ü gegen die Zähne 1 gedrückt.Mit § fest verbunden sind die Ausrückarme i. Um die Kupplung jetzt aus-
Fig. ISS.
Fig »5.
zurücke», wird die Muffe ü gegen die Kupplung geführt, dabei schleifen dieAusrückarme i über an der Drehung nicht teilnehmende Daumen l der Muffe kund werden dabei nach außen gedrückt, wodurch sie zu gleicher Zeit die Klinken Zaus den Zähnen t heben, so daß jetzt die Verbindung zwischen treibender undgetriebener Welle aufgehoben ist und Stillstand der Welle ^ erfolgt. ZumEinrücken der Kupplung ist es nur nötig, die Muffe ü von der Kupplung weg-zuziehen, wodurch die Daumen 1 die Arme i wieder freigeben und demzufolgedie Klinken A wieder in die Zähne 1 fallen
Es geht hieraus hervor, daß nur eine ganz geringe Kraft zum Einrückender Kupplung erforderlich sein wird und dasselbe daher aus der Ferne mittelsSeil- oder Drahtzuges bewirkt werden kann.
Das Eisenwerk Wülfel vor Hannover bringt in neuerer Zeit eineKupplung — die Hill-Kupplung — zur Ausführung, welche die Eigen-