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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Kraft wird durch das Bremsband auf die festgekeilte Kuppelscheibe kr und vondieser auf die Welle übertragen. Um die Kupplung auszulösen, ist es nurnötig, der Spannschraube <r eine geringe verzögerte Drehung gegen die Kuppel-scheibe d zu geben, wodurch sich das Bremsband zusammenziehen bezw. vonder nun allein weiter laufenden Bremsscheibe a ablösen wird. Um dies zu er-reichen, braucht man nur die beiden Scheiben 5 und o zu bremsen. Die Bremse,mit Feder oder Gewicht belastet, wird durch Auslösen eines Stiftes oder einerKlinke zur Wirkung gebracht. Das Auslösen kann sehr leicht mittels Drahtzugesoder dergl. von jedem Punkte aus erfolgen. Die Kupplung läßt sich ebenso-

Fig. 1t7.

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wohl für Rechts- wie für Linksdrehung verwenden. Bei einer Änderung desDrehungssinnes ist das Bremsband nur entsprechend umzulegen.

Eine Reibungskupplung, welche mit ganz besonderen Reibungsflächen ver-sehen ist, ist die Bürstenkupplung von G. Luther A.-G. in Braunschweig (Fig-145 bis 147). (Fig. 145u. 146 ist Breslauer,Maschinenbau ", entnommen.)Die beiden Kupplungshälften sind in Fig. 145 u. 146 besonders dargestellt. DieKupplungshälfte Ä wird auf der Welle fest aufgekeilt, die Kupplungshälfte o istverschiebbar. An dem Körper n sind die mit radialen Mitnehmerzähnen ver-sehenen Segmente b konzentrisch angeschraubt, an dem Körper o, ebenfalls kon-zentrisch angeschraubt, die mit Stahldrahtbürsten versehenen Segmente 1. DieBürsten sind, gleichlaufend mit den Mitnehmerzähnen in Reihen angeordnet undhaben mit diesen genau gleiche Teilung, so daß jede Bürstenreihe genau in