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Kugeln ein. Jedenfalls bewähren sich Kugellager mit verhältnismäßig geringerenUmlaussgeschwindigkeiten besser, als solche mit höheren Geschwindigkeiten."
„Da Staub oder Fremdkörper zwischen den Kugeln allmählich abschleifendauf dieselben wirken und sie unbrauchbar machen, so ist auf staubdichten Ab-schluß des Lagers großer Wert zu legen."
„Im allgemeinen ergiebt bei einem bestimmten Durchmesser des Laufkreiseseine Vergrößerung des Kugeldurchmessers und eine entsprechende Verkleinerungihrer Zahl einen günstigeren Effekt, doch giebt es auch hierfür eine Grenze,über welche sich jedoch allgemeines nicht sagen läßt."
„Bei der Ausführung von Kugellagern sind die Teile, zwischen welchendie Kugeln laufen, aus gehärtetem Stahl herzustellen und nach dem Härtensorgfältig zu schleifen."
Bemerkt sei hier, daß das, was über Kugellager gesagt ist, auch für Rollen-lager gilt.
Kugellager.
Die Kugellager haben hauptsächlich als Spurlager Anwendung gefunden.Da nämlich bei einem gewöhnlichen Spurlager die Umfangsgeschwindigkeiten derLauffläche des Spurzapfens in jedem Abstand von der Mittelachse verschieden
sind, nutzt sich die Laufflächeungleich ab und wird uneben,ferner wird durch die Centri-fugalkraft das Schmierö^ stets nach außen getrieben.Durch Anwendung von Ku-geln können diese Übelständeganz vermieden werden. Dieeinfachste Anordnung einesSpurlagers ist in Fig. 198wiedergegeben, bei welcher eine Reihe Kugeln zwischen zwei Spurplatten an-geordnet ist. Es heißt in der oben angegebenen Zeitung weiter: „Bei der An-ordnung, wo vier Berührungspunkte zwischen den Laufnuten vorhanden
sind, muß der Querschnitt der letzteren von der dargestellten Form sein. DieBerührungspunkte der oberen Kugelhälfte ^ und L und die der unteren 0und I) müssen auf geraden Linien liegen, die durch die Drehachse bei k hin-durchgehen. In diesem Falle läuft die Kugel beständig um die Halbierungs-linie kb' als Achse, und die Punkte L und O haben eine größere Umfangs-geschwindigkeit, als die Punkte ^ und 0, und zwar in demselben Verhältnis,wie ihre horizontalen Abstände von der Drehungsachse. Es tritt also hiernirgends ein Gleiten auf.
Fig. 199 zeigt ein Spurlager, dessen Kugeln gehörig vor dem eindringendenStaub geschützt find. Die Kugeln laufen zwischen zwei aus gehärtetem und ge-schliffenem Stahl bestehenden Spurplatten. Die einzelnen Kugelreihen find durch