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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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cylindrische Wandungen voneinander getrennt. Das Lager selbst ist zur Ab-dichtung gegen Staub als Stopfbüchse mit einer Filzpackung ausgebildet.

L. Silberstein Söhne inSchwiebns führen ein Spurlagernach Fig. 200 aus. Der Lager-körper ist mit einer Rotgußbüchse,die Spurpfanne mit einer Lauf-nute für die Kugeln versehen. Indie stehende Welle ist mittelsKonus und Keil ein besondererZapfen aus Stahl eingesetzt, dereine entsprechende Laufnute fürdie Kugeln enthält. Eine ReiheKugeln ist hier vorhanden. Der-artige Lager werden für 30 bis ^ ^

80 nun Wellendurchmesser aus-geführt, und erhalten die Kugeln des kleinsten Lagers '/-e", die des größtenDurchmesser.

In derDeutschen Tech-niker-Zeitung" heißt es:DieAnordnung von Kugelkäfigen imallgemeinen ist nicht nötig, nament-lich da sie ein weiteres Reibungs-element darstellen. In Fällen,wo die Kugellager häufig aus-einanderzunehmen sind, müssenindessen solche Käfige in Anwen-dung kommen, um den Verlustvon Kugeln zu verhüten. Fig. 201zeigt eine geistreiche AusführungdesKäfigs. EinBronzeringnämlich,

dessen Höhe etwas geringer ist, als der Kugeldurchmesser, wird mit entsprechenden

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Bohrungen, in denen die Kugeln sich leicht bewegen können, in unregelmäßigerAnordnung so versehen, daß der Bohrerauf der unteren Seite einen vorspringendenRand läßt, also das Metall nicht ganzdurchbohrt. Nach Einführung der Kugelnin die Löcher, werden die oberen vorstehendenRänder durch Stauchen des Metalls mitgeeigneten Stempeln unter einer Presse her-gestellt. Die Kugeln haben so freie Be-weglichkeit, und ihr Abstand voneinander istin einfachster Weise gesichert. Es ist zweckmäßig, die Kugeln nicht in konzen-trischen Kreisen anzuordnen, sondern so, daß sie in möglichst allen radialen

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Fig. S»t.