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Als zu den Riemscheiben gehörig haben wir auch dieRiemenleiter zu rechnen. Es sind dies Leitrollen, über welche der Riemen ge-leitet werden muß, wenn die Leistung von einer Welle auf eine andere, die inirgend einem Winkel zu letzterer liegt, übertragen werden soll. Hauptsächlichfür größere Umdrehungszahlen ist dieser Riementrieb über Leitrollen zu ver-wenden, da er einen großen Spielraum in der Entfernung und gegenseitigen
Lage der Wellen gestattet und in den meistenFällen mit Vorteil die konischen Rädertriebeersetzt.
Sowohl für das ziehende als auch fürdas gezogene Riementrum ist je eine Leitrolleerforderlich. Über die Leitrollen laufen diebeiden Riemenenden im Winkel, sie werdendurch dieselben dann so geführt, daß sie aufdie Mittelebene der treibenden und getriebenenScheibe auflaufen.
Fig- 250 giebt ein Beispiel eines solchenRiementriebes mit Leitrollen nach Angabender Berlin -Anhaltischen Maschinenbau-A.-G. in Dessau . Wir sehen hier, daß dieAchsen der Leitrollen senkrecht zu der Ebeneder betreffenden Riementrümer liegen. Die Leitrollen müssen daher so ein-gerichtet sein, daß sie die Einstellung ihrer jeweilig erforderlichen Lage in gewissenGrenzen leicht gestatten; sie müssen so eingestellt werden, daß bei jeder Riem-
Fig, L4S.
Fig »so.
scheibe die Mittellinie des auflaufenden Riemens in die Mittelebene der Scheibefällt, und daß bei jeder Leitrolle die Mittellinie, sowohl des auf- wie des ab-laufenden Riemens, in die Mittelebene der betreffenden Rolle fällt.
Eine einfache Riemenleitrolle des Eisenwerkes Wülfel in Wülfel vorHannover zeigt Fig. 251. Die Rolle ist dabei lose drehbar auf einem verstell-baren Zapfen angeordnet. Die Verstellbarkeit des Zapfens geschieht dabei inderselben Weise, wie bei dem Riemenleiter Fig. 252 (siehe diesen). Der Leiterkann an der Wand, an einer Säule oder sonst wo befestigt werden. Zwecks