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eingelegten Feder wieder, während in Fig. 337 der ganze Kolben dargestellt ist.Schon beim Aufschrauben des Kolbendeckels werden die Kolbenringe stark nachaußen gepreßt bezw. gespannt, da sie dabei infolge ihrer kegelförmigen Flächenauf denen der Feder nach außen gleiten.
Bemerkt sei noch, daß in dem Kolbendeckel aller Kolben zwei oder dreiLöcher mit Gewinde vorgesehen werden, in welche Schrauben gesetzt werden
Fig. 3S7. Fig. 339. Fig. 340.
Fig. SSS.
können, die sich mit ihren Spitzen gegen den Kolbenkörper stützen. Da nämlichdie Deckel leicht im Betriebe auf den Körper festbrennen, so daß sie nicht ohneweiteres abgenommen werden können, kann durch derartige Preßschrauben dannder Deckel abgedrückt werden. Im Betriebemüssen diese Gewindelöcher durch Rotguß-schrauben verschlossen werden.
2. Kolben ohne Liderungsringe.
Hierher gehören die Kolben, welche eine beson-dere Liderung nicht erhalten; damit sie trotzdemdicht halten, werden sie in den zugehörigenCylindern sauber eingeschossen. DerartigeKolben bestehen meistens aus Rotguß undarbeiten auch in solchen Cylindern. Manfindet die eingeschossenen Kolben hauptsächlichbei den Feuerspritzen. Ein solcher Kolben istin Fig. 341 dargestellt. Der Kolben List ziemlich lang gehalten und wird vonder in einem Gelenk d angreifenden Kolben-stange 8 hin und her bewegt. Eine in derMitte des Kolbenumfanges eingedrehte Nut
dient zur Aufnahme von Schmutz. Damit der Kolben den Schmutz, welchersich an der Cylinderwand bildet, sicher abschabt, schließt der obere Kolbenrandunter einem spitzen Winkel an den Cylinderumfang an. Der untere Randist ebenfalls scharfkantig gehalten.
Ist ein solcher Kolben infolge Abarbeitens undicht geworden, so ist der-selbe entweder durch einen neuen zu ersetzen, oder aber er wird mit einer Leder-manschette versehen (Fig. 342). Die Ledermanschette ill wird mittels eines be-