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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Maschinen nimmt man die Höhe der Grundbüchse gewöhnlich gleich demKolbenstangendurchmesser, bei stehenden Maschinen macht man die Höhe nurhalb so groß.

Die Brille soll so bemessen sein, daß sie sich ganz in den PackungsraumHineinschieben läßt. Sie muß im Topf etwas Spiel haben, ebenso muß sieleicht auf der Kolbenstange gehen.

Die Schrauben für das Anziehen der Brille sollen nicht schwächer alsVs Zoll englisch fein.

3. Die Krenzköpfe und Geradführungen.

Wir wissen aus obigem, daß die Kolbenstange einer Dampfmaschine odereiner Pumpe ihre hin und her gehende Bewegung durch Vermittelung der Schub-stange auf die Kurbel überträgt bezw. sie von der letzteren übertragen bekommt.Die Schubstange muß dabei eine schwingende Bewegung machen, da sie einer-seits an der gerade hin und her gehenden Kolbenstange, andererseits an derrotierenden Kurbel angreift. Die Kolbenstange wird einesteils in der Stopfbüchsegerade geführt. Es bedarf nun aber noch einer besonderen weiteren Gerad-führung der Kolbenstange, welche diese so führt, daß ihre Achse stets mit der-jenigen des Cylinders zusammenfällt. Durch die schwingende Schubstange würdeauch, wenn eine solche Geradführung nicht vorhanden wäre, die Kolbenstangebald nach der einen, bald nach der anderen Seite aus ihrer geraden Richtungherausgedrückt, wodurch dann die Kolbenstange in der Stopfbüchse ecken würde.

Von diesen Geradführungen können wir hauptsächlich zwei Arten unter-scheiden, und zwar:

die Geradführung in Büchsen oder Lagern und, auf besonderen Gleitbahnen mittels Kreuzkopfes.

Geradführungen in Büchsen oder Lagern.

Mit diesen Geradführungen, hauptsächlich mit denjenigen in Büchsen, könnennur kleine Maschinen ausgerüstet werden. Man findet beide Führungen haupt-sächlich bei Pumpen.

Fig. 361 u. 362 geben die Geradführung in einer Büchse wieder. DieKolbenstange 8 findet einmal Führung in der Stopfbüchse L, das andere Malmit ihrem verlängerten Ende in einer Büchse I-, die irgendwie gestaltet seinkann (wie das die örtlichen Verhältnisse verlangen). Zwischen der Büchse I-und der Stopfbüchse L greift die Schubstange 1 an die Kolbenstange 8 an, diehierzu an dieser Stelle entsprechend ausgebildet werden muß. Die Schubstangegreift mit ihrem anderen, nicht gezeichneten Ende an die Kurbel an. Damitdie Kolbenstange sicher von der Schubstange gefaßt werden kann, ist diese ge-gabelt, so daß sie die Kolbenstange von zwei Seiten gleichmäßig angreift. Beidem Auf- und Niedergehen der Kolbenstange und dem Schwingen der Schub-

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