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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Fig. tIS.

Die Handkurbeln. Stirnkurbeln sind auch die Handkurbeln, d. h. die-jenigen Kurbeln, die von Hand bewegt werden. Wir finden sie z. B. anWinden. Sie werden auf das Ende der zugehörigen Kurbelwelle aufgestecktund sollen ein leichtes Wiederabnehmen von derselben gestatten. Meistens wirddie Welle mit einem Vierkant versehen, auf welches die Kurbel aufgesteckt wird;seltener ist Nut mit Feder und Stellschraube.

Eine Handkurbel, wie sie meistens ausgeführt wird, zeigt Fig. 410 u. 411.Der Kurbelkörper L trägt die Nabe mit viereckigem Loch für die Kurbelwelleund die Nabe für den Kurbelzapfen. Der Kurbelzapfen2 ist als Handgriff ausgebildet. Er wird in den Kurbel-körper L fest eingenietet. Über ihn wird ein lose auf ihmdrehbares Holzheft 8 geschoben, welches an der Drehungnicht teilnehmen darf, vielmehr fest in der Hand liegenmuß. Anstatt des Holzheftes benutzt man auch wohl eineBlechhülse. Mittels Scheibe und Vernietung des Zapfenswird die Hülse 8 aus demselben gehalten.

Die Handkurbeln werden auch mit dem Kurbelkörperaus einem Stück hergestellt, indem der Griff einfach ab-gebogen wird. Über der-artige Griffe sollte man aberauch eine Blechhülse schieben.

Je nachdem die Kurbelnvon einem oder zwei Manngedreht werden, unterscheidetman ein- und zweimännige Kurbeln. Die zweimännigen Kurbeln müssen einenlängeren Griff als die einmännigen erhalten. Man rechnet, daß ein Ar-beiter dauernd mit 10 bis 15 kK, vorübergehend auch Wohl mit 20drücken kann.

Die folgenden Abmessungen sind für die Handkurbeln allgemein gebräuchlich:Der Kurbelgriff erhält eine Stärke von 40 bis 50 nun, so daß er mit der Handbequem umfaßt werden kann. Die Länge macht man

für einmännige Kurbeln 300 mm zweimännige 500 .

Pros. Bach giebt für den Kurbezapfen 2 folgende Stärken:bei einmännigen Kurbeln 17 nun,

zweimännigen 26 .

Der Kurbelarm oder Kurbelhalbmesser erhält eine Länge von 350 bis400 inm. Die Kurbelwelle soll in einer Höhe über dem Fußboden liegen, daßdie Kurbel bequem gedreht werden kann. In der Regel nimmt man eine Höhevon 1 na an.

Für einmännige Kurbeln erhält die Kurbelwelle 30 nun, für zweimännige40 mm Durchmesser.

Die Nabe der Kurbel ist 14^ mal so lang als der Durchmesser der Kurbel-welle zu machen.

Pralt. Maschinenbauer. 27

Fig Ut.