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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Bei der Rohrverbindung Fig. 422 greifen die beiden Arbeitsleisten derFlanschen ineinander. Der eine Flansch erhält eine ringsum laufende Nut ein-gedreht, der andere Flansch eine in diese passende Erhöhung oder Feder. Das Dich-tungsmaterial wird so zickzackförmig zwischen den Arbeitsflächen liegen, wodurchein Undichtwerden der Verbindung nicht so leicht eintreten kann. Diese Ver-bindung hat den Nachteil, daß die Röhren schwer ausgewechselt werden können,wenigstens muß dabei die ganze Rohrleitung um die Höhe der Feder nachgeben.

Das Dichtungsmaterial liegt bei dieser Verbindung unwandelbar fest in derNut und kann durch den inneren Druck nicht herausgeschleudert werden, wiedies bei glatten Arbeitsflächen eintreten kann. Je schwächer deshalb im allge-meinen die Dichtungsringe sind, desto geringer ist die Gefahr des Heraus-schleuderns derselben.

Eine sehr zweckmäßige Verbindung zeigt Fig. 423. Der Flansch des einenRohres ist mit einer dreieckigen Nut versehen, während der andere Flansch glatt

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Fig. 424 .

Fig. 428 .

Fig. 42S.

abgedreht ist- In die Nut wird ein Gummiring als Dichtungsmaterial gelegt,der sich beim Zusammenschrauben breit drückt und die Nut dann ganz ausfüllt.

Die Gestaltung der Dichtungsflächen kann noch auf so mannigfache Weisegeschehen, daß hier von einer weiteren Darstellung derartiger Verbindungen ab-gesehen werden kann. Die Konstruktionen ergeben sich hauptsächlich nach denspeciellen Erfahrungen der betreffenden Fabriken-

Lueger,Lexikon der gesamten Technik", sagt:Als Dichtungsmaterialdient Asbest für Dampf, warmes Wasser, Säuren, heiße Gase; Drahtgaze mitMennige für Dauerverbindungen bei Dampf und heißem Wasser mit hohemDruck; Gummi mit Draht- oder Hanfleinwandeinlage bei mäßig hohem Druck

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