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Endigt die Rohrleitung in einem Rohr mit Außengewinde, so dient zumAbschluß die Verschlußkappe (Fig. 457), endigt sie dagegen in einem Rohrstückmit Innengewinde, so dient zum Abschluß der Stöpsel (Fig. 458).
Fig. 15t. Fig. 155. Fig. 1SS. Fig. 157. Fig. 458.
Die hart gelöteten Röhren sind nur für kleine Drücke, wie für Dampf-heizungen, verwendbar.
Die nahtlos durch Walzen hergestellten Röhren. Das Her-stellungsverfahren, welches diesen Röhren zu Grunde liegt, ist das Mannes-mannverfahren der Deutsch -österreichischen Mannesmannröhren-Werke in Düsseldorf . Die Röhren bezeichnet man kurzweg als Mannesmann-röhren. Einiges über die Herstellung dieser Röhren entnehme ich dem Vor-trag des Ingenieurs H. Krause, gehalten in der Polytechnischen Gesell-schaft zu Berlin am 21. Januar 1892. Bei dem Mannesmann-Rohrwalz-verfahren wird ein cylindrisches Rohr aus einem massiven Block auf dem Wegedes Walzens erzeugt.
Benutzt werden zwei schräg zu einander stehende Walzen, zwischen welche einmassiver cylindrischer Block eingeführt wird, und die sich beim Walzprozesse in
gleichem Sinne drehen, so daß sie auf diese Weise eine vorwärts schiebendegleichsam vorwärts schraubende Einwirkung auf den äußeren Umfang des Blockesausüben (Fig. 459).
Stellt man sich nun vor, daß der hineingeführte Block sich in PlastischemZustande befindet, also z. B. ein Stahlblock in Rotgluthitze, so wird der Erfolgder sein, daß das Material am Umfange des Werkstückes durch die Walzenvorwärts gezogen wird, während das nach dem Kerne des Blockes zu gelegeneMaterial zurückbleibt.
Wenn man dieses Zurückbleiben noch fernerhin durch das Entgegenhalteneines festen Punktes, eines sogenannten Dornes ä (Fig. 460), befördert, so wirddieser Vorgang in erhöhtem Maße stattfinden, und auf diese Weise wird diegesamte Masse des Materials, welches ursprünglich den massiven Cylinder bil-dete, auf den Mantel des Neugebildeten Hohlcylinders umgelagert.
Vrakt. Maschinenbauer. ZO