302
hier als ein Holzgerinne hergestellt ist, ist mit einem besonderen Auslauf versehen,dessen Boden man vorteilhaft etwas nach einem Parabelbogen krümmt. Umdie Stärke des einströmenden Wasserstrahles regulieren zu können, wird über demNadscheitel oder etwas weiter rückwärts die Spannschütze angeordnet. Durchletztere kann durch Aufstauen des Oberwassers auch die Geschwindigkeit des ein-strömenden Wasserstrahles reguliert werden, von welcher wiederum die Ge-schwindigkeit des Wasserrades abhängig ist. Den Einlauf ordnet man so an,daß das Wasser im Radscheitel oder aber nahe demselben in die Zellen einströmt.Lueger , „Lexikon der gesamten Technik," sagt weiter: „Da hier die Bewegungs-richtung des Nadumfanges mit der des Oberwassers übereinstimmt, kann diesesfast tangierend eingeleitet werden, und der Winkel, unter dem die Wasserschaufeln
Fig. S6V. Fig. 561.
II,
iy'D'O H c-k
dem Radumfange begegnen, wird dann so spitz, daß sie das Wasser bei demgeringen Füllungsgrade von etwa st«, den man hier anzuwenden pflegt, länggenug in den Zellen zurückhalten, um das kostspielige Kreisgerinne, welchesrückenschlächtige Räder erfordern, entbehrlich zu machen. Der Füllungsgrad mußauch um deswillen klein sein, weil die Zellen hier nicht ventiliert werden können.Der Wasserstrahl muß deshalb eine etwas geringere Breite haben als die Zellen,und seine Dicke darf nur halb so groß sein, als die Weite von deren engsterStelle (dem Schluck), damit die Luft ungehindert aus ihr entweichen kann."
Die Bewegung der Schütze erfolgt durch irgend eine Borrichtung von einergeeigneten Stelle aus.
Die Rüder selbst können nun ganz aus Holz oder teilweise aus Holz undteilweise aus Eisen hergestellt werden. Das dargestellte Rad ist aus Holz her-gestellt und zeigt im oberen linken Viertel Eisenschaufeln und im unteren linken