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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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halten, bei größerer Wassermenge die Schütze nach abwärts und bei kleinererWassermenge nach aufwärts zu bewegen.

Die rückenschlächtigen Räder werden mit einem Kröpf versehen, welcherein Verspritzen des Wassers beim Eintritt desselben in das Rad verhindernsoll. Es ist dies ein hölzerner oder aus Beton ausgeführter Mantel, welcherden Radkranz am Umfange zu beiden Seiten bis zum Unterwasser mit geringemZwischenraum umschließt.

Nach Ausführungen der Merseburger Maschinenfabrik und Eisen-gießerei B. Herrich & Co. in Merseburg ist ein rückenschlächtiges Wasserradin Fig. 566 u. 567 dargestellt. Das ganz in Eisen hergestellte Rad besitztwieder zwei Armsterne, die seitlich am Kranz befestigt sind. Der geneigt

Fig. SSS. Fig- 567.

gegen das Rad stehende Leitschaufelapparat ist aus Holz gefertigt, nur dieLeitschaufeln bestehen aus Blech. In der Fig. 566 sind sämtliche drei Kanälegeöffnet, die Schütze steht dann ganz unten. Der Bewegungsmechanismus derSchütze kann ein ganz beliebiger sein. Bis zum Unterwasser ist das Rad vondem gemauerten Kröpf umgeben. Das Rad taucht etwas in das Unterwasserein, was keinen Nachteil für den Wirkungsgrad hat, weil das Unterwasser inder Drehrichtung des Rades abfließt. Es ist nur darauf zu achten, daß dieSchaufeln senkrecht aus dem Unterwasser ziehen, damit von ihnen kein Wassermit hochgenommen wird. Stauwasser kann dann so leicht keinen Einfluß aufdie Leistung des Rades ausüben.

Die Zellen dieser Räder werden ventiliert, d. h. sie müssen einen Spaltfreilassen, der das Austreten der in den Zellen befindlichen Luft beim Wasser-eintritt gestattet. Man sieht diesen Spalt im Boden des Radkranzes vor.

Der Wirkungsgrad rückenschlächtiger Räder beträgt 65 bis 70°/«.

Obige Fabrik sagt:Das rückenschlächtige Zellenrad mit Coulisseneinlauffindet dort Anwendung, wo das Gefälle mit einem oberschlächtigen Rad nicht