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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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kommene bezeichnet; eine unvollkommene Verbrennung findet dagegen statt, wennder Kohlenstoff ganz oder teilweise in Kohlenoxyd übergeht."

In Bezug auf die Geschwindigkeit, mit welcher sich der Verbrennungsaktvollzieht, unterscheidet man die langsame, die lebhafte und die rapide Ver-brennung."

Bei einer vollkommenen Verbrennnng darf fast gar kein Rauch den Schorn-stein verlassen. Dazu heißt es in der BroschüreDampf" der deutschenBabcock & Wilcox -Dampfkessel-Werke, A.-G. in Oberhausen :Kohle,in einem geschlossenen Raum erhitzt, wird bei geringem Luftzutritt nicht ver-brennen, sondern nur destillieren, es bilden sich ätherische Öle und Kohlenwasser-stoff-Verbindungen aller Art, die nur in Rotglut kommen und wegen Mangelsan Luft nicht verbrennen, sondern Kohlenstoff ausscheiden."

Diesen Prozeß kann man bei jeder schlecht konstruierten Heizanlage be-obachten, wo nämlich nicht genug Luft zu der brennenden Kohle gelangen kann;der sich ausscheidende Kohlenstoff setzt sich zu einem kleineren Teile in denFeuerungszügen als Ruß ab, während der größere Teil als mehr oder wenigerdicker Rauch durch die Esse unbenutzt entweicht."

Eine geringe Rauchbildung ist selbst bei der am besten eingerichtetenFeuerungsanlage immer vorhanden, denn bei dem Auflegen von frischem Brenn-material auf die erhitzte Kohlenschicht bilden sich sofort Kohlenwasserstoffgase, die,weil im ersten Moment durch das Nachtragen des frischen kalten Brennmaterialsdie Temperatur im Verbrennungsraume bedeutend abgekühlt wird, und wohlauch die zu ihrer Verbrennung erforderliche große Luftmenge nicht sofort vor-handen ist, als Rauch abziehen. Erst nach und nach mengt sich die Luftmit den Gasen, und die Rauchbildung hört auf. Diesen Zeitraum muß manso viel als möglich abkürzen, und dies ist nur dadurch möglich, daß mandie alte Brennmaterialschicht ziemlich hoch läßt und die neue Schicht dünnund öfters bei geschlossenen Rauchschiebern aufträgt, besonders bei gasreichenKohlen."

Es mag jedoch erwähnt werden, daß, während die Produktion von Rauchstets ein Zeichen unvollkommener Verbrennung ist, das Fehlen desselben nichtimmer den Beweis einer vollständigen Verbrennung liefert, denn durch einenÜberschuß von zugeführter Luft werden die Gase soweit verdünnt, daß die Rauch-bildung nicht mehr wahrnehmbar ist."

Die Verbrennungswärme, der theoretische Heizeffekt oder Heizwert einesBrennmaterials, ist diejenige Menge von Wärme, welche bei seiner Verbrennungunter theoretisch korrekten Bedingungen hervorgebracht wird; das Maß dafürist die Wärmeeinheit stW. O.). Als Wärmeeinheit ist die Kalorie angenommen,d. i. diejenige Wärmemenge, welche erforderlich ist, um die Temperatur von1 KZ Wasser um 1" 6. zu erhöhen.

Die Temperatur des Feuers ist unter denselben Bedingungen für fast alleBrennstoffe beinahe die gleiche. Man kann annähernd auch die Temperaturdes Feuers nach den für alle Körper gleichen Glühfarben bestimmen. Pouilletgiebt folgende Glühfarben an:

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