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ven ersteren können alte Anlagen, die bisher mit gesättigtem Dampf arbeiteten,ohne weiteres mit Überhitzungsapparaten versehen werden. Die Überhitzungwird dann soweit getrieben, wie es ein störungsfreier Betrieb der vorhandenenMaschine zuläßt. In einem solchen Falle ist es daher nur notw-ndig, dieKesselanlage einer Veränderung durch Einbau des Überhitzers zu unterziehen,während die Maschine unberührt bleibt, höchstens, daß die vorhandenen Hanf-packungen dex. Stopfbüchsen durch Metallpackungen ersetzt und die Schmier-vorrichtungen vermehrt bezw. verbessert werden."
„Bei Heißdampfanlagen kann es sich dagegen nur um Neuanlagen handeln."
„Die zur Überhitzung dienenden Apparate bestehen aus einer Gruppe ge-heizter Rohrelemente, in welche der gesättigte Dampf, der in üblicher Weiseerzeugt wird, eintritt, hier Wärme aufnimmt und als überhitzter Dampf derMaschine zuströmt. Die Überhitzer werden entweder mit eigener Feuerung ver-sehen oder in die Feuerzüge des Dampfkessels eingebaut. Die zweite Ausfüh-rungsart ist die gebräuchlichere."
„Die Überhitzer mit besonderer Feuerung kommen gewöhnlich dort zurVerwendung, wo für die Unterbringung von Kesselüberhitzern nicht genügendRaum vorhanden ist, da erstere an jedem beliebigen Ort aufgestellt werden können."
„Das Material der Überhitzer ist Gußeisen oder Schmiedeeisen."
„Die einzelnen Rohrelemente werden entweder sämtlich hintereinander odersämtlich parallel oder auch in Gruppen hintereinander geschaltet."
„Bei der ersten Anordnung durchströmt der Dampf alle Rohre hinter-einander; der Rohrquerschnitt muß verhältnismäßig groß sein, ebenso fällt dieDampfgeschwindigkeit groß aus."
„Bei der zweiten Anordnung teilt sich der Dampfstrom in ebensovielZweige, als Rohrelemente vorhanden sind. Infolgedessen ergiebt sich für daseinzelne Element nur ein geringer Rohrquerschnitt, wenn auch der Gesamt-querschnitt aller Elemente bedeutend und daher die Dampfgeschwindigkeitgering ist."
„Die dritte Anordnung ist eine Zusammenstellung der beiden ersten. Ein-zelne Rohrelemente sind parallel geschaltet und zu einer Gruppe zusammen-gefaßt. Die einzelnen Gruppen sind dann hintereinandergeschaltet."
„Sowohl der Rohrquerschnitt als auch die Dampfgeschwindigkeit beeinflußtdie Wirkungsweise des Überhitzers nicht unwesentlich. Je kleiner der Rohr-querschnitt ist, um so gleichmäßiger wird die Überhitzung ausfallen. Bei großenQuerschnitten überhitzt sich nur der Umfang der Dampfmasse, der Kern bleibtgesättigt, wenn keine Durchwirbelung erfolgt, denn überhitzter Dampf leitet dieWärme sehr schlecht. Darum ist auch von einer Konstruktion, bei welcher dieHeizgase im letzten Zuge den Überhitzer umspülen, höchstens ein oberflächlichgetrockneter, niemals aber überhitzter Dampf zu erwarten."
Fast sämtliche Kesselfabriken bauen heute Überhitzer. Wir wollen hier nureinige besprechen. Ein Steinmüllerkessel mit Überhitzer von L. C. Stein-müller in Gummersbach ist in Fig. 708 wiedergegeben. Der Überhitzer istüber einem Gewölbe, welches über den Röhren liegt, eingebaut und wird von