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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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ist. Durch einen zweckmäßigen Umbau der Maschine, besonders durch Ersatzvon Haufpackungen durch Metallpackungen, durch Vermehrung und Verbesserungder Schmiervorrichlungen, durch Verwendung des besten hitzebeständigen Öles,laßt sich in dieser Beziehung oft viel erreichen."

„Da der Vorteil der Überhitzuug im allgemeinen um so größer ist, jehöhere Temperaturen Verwendung finden, so wird man die Überhitzung mög-lichst hoch zu treiben suchen. Aber selbst bei geringer Überhitzung können schongute Erfolge erzielt werden. In solchen Fällen ist die Verbesserung der Öko-nomie aber fast nur eine Folge der Verminderung der Dampfverluste, da sich

der theoretische Brennstoffverbrauch bei geringer Überhitzung nur sehr wenigvermindert. Nur bei sehr hoher Überhitzung, bis 350° und darüber, tritt aucheine merkbare Verbesserung des theoretischen Arbeitsprozesses ein. Dann versagtaber die Dampfmaschine normaler Bauart."

Ingenieur W. Schmidt hat nun die Dampfmaschine so umgeändert, daßdiese hohen Temperaturen von 350° noch anstandslos angewendet werden können.Ebenso wie die Maschine konstruktiv abgeändert wurde, hat aber auch der Er-finder die Überhitzer selbst umgebaut. Man bezeichnet so hoch überhitzten Dampfkurzweg als Heiß dampf.

In Fig. 71t ist nun ein Schmidtscher Überhitzer in Verbindung mit einemFlammrohrkessel nach Ausführungen der Ascherslebener Maschinenbau-A.-G.vorm. W. Schmidt Co. in Aschersleben wiedergegeben. Der Überhitzer isthinter dem Kessel eingemauert und wird durch die Heizgase nach Durchströmuugdes ersten Kesselzuges, bestrichen. Die Menge der Heizgase läßt sich durchKlappen regulieren. Sie ziehen mitten durch den Überhitzer hindurch. Der

Prakt, Maschinenbauer.