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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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handeln, weil sie nur zu leicht die Unaufmerksamkeit des Heizers fördern, ohnedie unbedingte Gewähr in sich zu schließen, daß sie im Augenblicke wirklicherGeiahr nicht durch Zufälligkeiten besonderer Art ihren Dienst versagen."

Im folgenden möge noch der elektrische Sicherheits-Apparat vonRichard Schwartzkopff in Berlin erwähnt werden, weil derselbe für zuliefenWasserstand, Siedeverzug und Wassermangel sichere Anzeigen giebt. Fig. 724 bis726 zeigt den Apparat. Er besteht aus zwei konzentrischen Röhren a und i,welche fest miteinander verbunden und durch einen Flansch in geeigneter Weiseauf dem Kessel befestigt sind. Das innere Rohr 1 ist unten geschlossen undoben offen und geht in einem Stück durch von bis U. Das äußere Rohr aist oben geschlossen und unten offen und reicht bis zum Niveau U. IV. desniedrigsten zulässigen Wasserstandes in den Kessel herab. Es wird somit zwischendiesen beiden Röhren ein ringförmiger Hohlraum gebildet. Ein ebensolcher be-findet sich in dem doppelwandigen Kopf >1. Beide Ringräume sind durch daskupferne Schlangenrohr 0 miteinander verbunden.

Befindet sich der Wasserstand im Kessel in mittlerer Höhe LI. IV., sowird vor dem Anheizen das Wasser im Kessel und im Ringraume des Apparatesgleich hoch stehen. Bei dem geringsten Überdruck aber wird es in letzterememporgedrückt und wird, wenn man den Lufthahn ü geöffnet hat, schon beihg Atmosphäre, durch das Schlangenrohr aufsteigend, den ganzen Ringraumbis in den Kopf füllen.

Dieses Wasser kühlt sich durch Wärmeausstrahlung ab, und es bleibt beiden für den Apparat gewählten Dimensionen der Kopf des Apparates ^ kühlerals 100° 0., so lange derselbe mit Wasser gefüllt ist, d. h. so lange das Ein-tauchrohr im Kessel durch Wasser verschlossen ist.

Sobald aber im Kessel der Wasserstand unter das Niveau N. IV. sinkt,also die untere Öffnung des Außenrohres u frei wird, fällt der gesamte Kühl-wasserinhalt aus dem Ringraum des Apparates in den Kessel zurück, und estritt dafür Dampf ein mit der, der jeweiligen Kesselspannung, entsprechendenTemperatur. Hierdurch erhitzt sich der Kopf ^ des Apparates wesentlich über100° 0., und diese Veränderung wird benutzt, um das Signal für beginnendenWassermangel zu geben.

In das Jnnenrohr ist der sogenannte Einsatz (Fig. 726) eingeschoben.Derselbe besteht aus zwei starken Kupferdrähten äch, welche durch aufgeschobeneSchiefersteine m und v voneinander isoliert und zugleich zu einem für sichhantierbaren Körper verbunden sind. Diese Drähte werden in der üblichenWeise in eine elektrische Signalleitung eingeschaltet. In Höhe des Kopfes ^befindet sich auf den Drähten eine Büchse o aus Messingrohr (Fig. 725), derentrichterförmiger Boden ü und Verschlußdeckel v aus isolierendem Schieferstein ge-bildet ist. In diese Büchse wird ein Ring 1 eingelegt aus einer Metalllegierung,welche bei etwa 100° 0. schmilzt.

In normalem Zustande liegt also dieser Ring um die Drähte herum,ohne sie zu berühren.