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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Durch die geänderte Neigung dieses Lenkers zum Excenter L wird die auf denHebel LOO und weiter auf das Einlaßventil übertragene Bewegung eine andere,d. h. der Hebel LOV und das Ventil kehren früher in ihre Anfangslage(Schlußlage) zurück oder aber der Füllungsgrad ist verändert worden.

Die Excenterstange 1 greift an den Ventilhebel für das Auslaßventil an.

Die Ventilhebel selbst sind wieder Wälzhebel. Die Ventile sind durchFedern belastet.

Diese Steuerung ist also ebenfalls eine zwangläufige, d. h. die Ventilebleiben mit den äußeren Steuerungsteilen stets in Verbindung.

Ventilsteuerung System Reimann, gebaut von der Aktiengesell-schaft H. Paucksch in Landsberg a. W. Fig. 752 zeigt die schematiche,Fig. 753 die bildliche Darstellung dieser Steuerung. Der Mechanismus

wird in üblicher Weise durcheine parallel zur Cylinderachsegelagerte Steuerwelle ange-trieben. a ist der Mittelpunktdieser Welle und b der Mittel-punkt des auf ihr sitzenden Ein-laßexcenters, 5 bewegt sich daherin einem Kreise um a und die-selbe Bewegung führt auch derebenfalls mit 5 bezeichnete Mittel-- Punkt des Excenterringes aus. DasStangenende <r des Excenterringeswird in seiner Lage durch dasRegulatorstellzeug ruuoxo ge-halten und zwar derart, daß esbei hohem Regulatorstand nachlinks gezogen und bei niedrigemnach rechts gedrückt wird. DerRegulator verschiebt daher denPunkt o, wenn man sich das Excenter festgestellt denkt, auf einem Kreisbogenvom Radius l>o. Denkt man sich dagegen den Regulator festgestellt, dannerhält der Punkt x eine feste Lage und die vom Excenter verursachte Bewegungdes Punktes e erfolgt auf einem Kreisbogen vom Radius xo. Die Bewegungvon e wird durch den Ringzapfenlenker auf den Ringzapfenhebel clsk über-tragen, welcher um den festen Punkt s schwingt und mit Hilfe der Zugstange ÜAden Wälzhebel bethätigt. Dieser mit der geradlinig geführten Ventilspindelüg durch einen Bolzen drehbar verbundene Hebel hat bei geschlossenem Ventileinen festen und während der Ventileröffnungsperiode einen beweglichen Dreh-punkt. Sämtliche Punkte des Wälzhebels schwingen bei geschlossenem Ventil inkonzentrischen Kreisbögen um ll und bewegen sich bei geöffnetem Ventil unterdem Einfluß der Feder l in Bahnen, welche von der geradlinigen Bewegungdes Punktes ü und der Gestalt der Wälzbahn 1 abhängig sind. Auf dieser

Fig. 75L.