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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Die Lokomobilen auf Tragfüßen werden heute als Betriebsmaschinen fürdie verschiedensten Betriebe benutzt. Sie stützen sich mit besonderen Füßen aufleichte Fundamente, so daß auch sie leicht von einem Ort zum andern ohne kost-spielige Fundamentierungs-Arbeiten trans-portiert werden können. Derartige Loko-mobilen werden meistens mit Verbund-maschinen mit unter 90" versetzten Kurbelnversehen. Sie werden mit oder ohne Kon-densation eingerichtet. Fig. 773u.774 gebeneine Verbundlokomobile mit Kondensationwieder. Hoch- und Niederdruckcylinderbilden ein Gußstück und sind wieder vondem Dampfdom wie bei Fig. 770 umgeben;auch der Receiver ist in dieses Gußstück ingeeigneter Weise eingebaut. Cylinder undReceiver sind dadurch stets von frischemKesseldampf umgeben und geheizt. Der Hochdruckcylinder ist mit Ridersteuerungund der Niederdruckcylinder mit Trickschem Kanalschieber ausgerüstet. Auf jedemEnde der gekröpften Kurbelwelle sitzt ein Schwungrad. Die Luftpumpe derKondensation wird durch ein Excenter von der Kurbelwelle aus angetrieben.

Fig. 77V.

WG-Z

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Fig. 771.

Fig. 77S.

In normaler Ausrüstung werden die Schwungräder zum direkten Abtriebder Kraft durch Riemen eingerichtet, daher als Riemscheiben ausgebildet.Die kleineren Lokomobilen erhalten ein Schwungrad, welches nach Belieben rechtsoder links auf die Kurbelwelle gesetzt werden kann; die mittleren und größerenMaschinen werden mit zwei Schwungrädern versehen, welche beide zur Über-tragung der Kraft benutzt werden. Statt der Riemscheiben-Schwungräderwerden auch solche mit Seilrillen für Seiltrieb geliefert.

Soll bei größeren Maschinen die gesamte Kraft vom Schwungrade abge-trieben werden, wie dies z. B. beim direkten Antrieb von Dynamomaschinen