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strömt vom Aufnehmer k nach dem Niederdruckcylinder idl. Da sich hierbeidas Gesamtvolumen etwas verkleinert, so muß die Spannung, wenn auch nurwenig, steigen. Ist der Niederdruckcylinder auf einer bestimmten Hubstreckegefüllt, so schließt sich das Ventil ä und der eine Teil des Dampfes muß imAufnehmer komprimiert werden, während der andere Teil im Niederdruckcylinderexpandiert. Vor Erreichung des Totpunktes wird einerseits der Aufnehmerdurch das Ventil 5 mit dem Hochdruckcylinder verbunden, wo die Voraus-strömung beginnt, während andererseits der Niederdruckcylinder zum rechtzeitigenDruckausgleich durch das Auslaßventil s mit dem Kondensator in Verbin-dung tritt."
„Vierter Hub. Der zurückeilende Kolben drückt den Dampf aus demNiederdruckcylinder in den Kondensator, bis sich das Ventil s für den Auslaßschließt und der zurückbehaltene Dampf entsprechend komprimiert werden muß."
Während also Hoch- und Niederdruckcylinder einfach wirkend sind (derDampf drückt stets nur auf eine Seite des Kolbens), werden beide durch dasHinzutreten des veränderlichen Aufnehmers doppeltwirkend (doppeltwirkend heißt,der Dampf drückt einmal von der einen, das andere Mal von der andern Seiteauf den Kolben). Obgleich also nur einmal bei jedem Doppelhub frischer Dampfeintritt, arbeitet die Maschine wie eine gewöhnliche doppeltwirkende Tandem-maschine. Die Wirkung des Dampfes in den verschiedenen Cylinderräumen istsonach gleich derjenigen einer Verbundmaschine.
Für die Anwendung hochüberhitzten Dampfes hat dieses System sehrgünstige Eigenschaften, wie sich aus folgendem erkennen läßt.
1. Der Hochdruckcylinder braucht keinen Dampfmantel, es genügt, ihn gutmit Wärmeschutzmasse zu isolieren. Die während der Einströmung an die Wändeübergehende Wärme kommt nachher dem in den Aufnehmer strömenden Dampfzu gute.
2. Der Niederdruckcylinder ist durch Aufnehmerdampf geheizt, insofern alsdie äußeren Wände des Aufnehmers in der folgenden Periode solche für denNiederdruckcylinder bilden und Wärme an den hier einströmenden Dampf ab-geben, eine Art innerer Heizung des Niederdruckcylinders, die einen besonderenMantel um so mehr entbehrlich macht, als auch Kolben und Deckel durch Auf-nehmerdampf geheizt werden.
3. Der Hochdruckkolben wird durch den Aufnehmerdampf von innen gekühlt.
4. Es ist nur eine Stopfbüchse und zwar im verhältnismäßig kühlen Auf-nehmerraum vorhanden.
6. Die Zahl der Ein- und Auslaßorgane ist nur halb so groß, wie beieiner gewöhnlichen Tandemmaschine.
Infolge der langen Gleitflächen der Kolben lassen sich die Liderungsringegut gegen den Heißdampf schützen.
Der Dampfverbrauch dieser Maschinen wurde bei vielfachen Ausführungenfestgestellt und ergab sich zu 4,5 üZ bei Maschinen bis zu einer Leistung vonetwa 75 Pferdestärken und 4 ÜA bei solchen von 250 Pferdestärken und weniger