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(Maschinen- und Armaturfabrik vorm. Klein, Schanzlin & Becker inFrankenthal (Pfalz ). Der ganze Bau ist aus Holz aufgeführt und über einerWassergrube aufgestellt. Der Länge nach läuft über das Gradierwerk eineRinne, deren Boden mit vielen kleinen Löchern versehen ist. Das Kondensations-wasser wird nun in diese Rinne geleitet, strömt durch die Löcher derselben ausund rieselt über die horizontal und vertikal angeordneten Lattenwände hernieder,um unten in die Wassergrube zu fallen, aus welcher es als Kühlwasser wiederabgesaugt wird. Die durchströmende Luft kühlt beim Herabrieseln das Wasserab. Die Latten haben etwa 9 vm Abstand voneinander.
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Fig. 788.
Anstatt der Lattenwände können auch Reisigbündel in einigen Abständen von-einander angeordnet werden. Derartige Gradierwerke hat man nur für außer-ordentlich große Längen, für große Kondensationsanlagen zur Anwendung gebracht.
Die Gradierwerke mit künstlichem Luftzug, welcher durch Ventilation erzeugtwird, haben verhältnismäßig wenig Verbreitung gefunden, da die Ventilatorenauch noch Kraft verbrauchen.
In neuerer Zeit baut man nun die sogenannten Kaminkühler, es sind dieshohe hölzerne Türme, in denen unten die Kühlwände, als Latten u. dergl- ein-gebaut werden. Diese Türme saugen nun ebenso wie die Schornsteine durchdie aufsteigenden heißen Wasserdämpfe von unten nach oben einen Luftstromdurch die Kühlwände; es ist also im wesentlichen weiter nichts als ein Schorn-stein; oben sieht man den Wasserdampf abziehen. Die Abkühlung durch derartigeKühltürme ist eine äußerst kräftige.
Sehr vorteilhaft sind die Unterflur-Kaminkühler, bei denen die Berieselungs-fläche, Kühlfläche, für das Wasser so tief unter Erdoberkante gelegt ist, daß das