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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Dies geschieht durch Einklinken798), der sich nachher

Fig. »os.

Fig. 803.

stellen, daß der Nocken die Rolle treffen kann.des am Regulatorgestell gelagerten Anlaßhebelsbei Überschreitung der Tourenzahlvon selbst löst, um die erwähnteWirkung des Regulators hervorzu-bringen. Die bildliche Darstellungeines solchen Motors giebt Fig. 801wieder.

Es erübrigt nun noch einigesüber die Zündvorrichtungen fürGasmotoren zu sagen.

Man hat drei Arten von Zün-dungen zu unterscheiden, nämlichdie Flammenzündung, die Glührohr-zündung und die elektrische Zündung.

DieFlammenzündung haben wirbei dem alten Deutzer Gasmotorkennen gelernt. Bei ihr brennt un-unterbrochen eine offene Flamme.

Die elektrische Zündung wirdmeistens nur für große Gasmotorenbenutzt, ausnahmslos aber für Benzin-u. dergl. Motore. Sie wird später besprochen werden. Die Glührohrzündungenhaben heute für Gasmotoren die größte Anwendung gefunden. Sie bestehen auseinem Rohr, welches durch eine Flamme glühenderhalten wird. Sobald das Gasgemisch währendder Kompressionsperiode gegen das Rohr ge-drückt wird, entzündet sich dasselbe. Die Zünd-rohre werden gegen Wärmeausstrahlung meistdurch einen mit Chamottemauerwerk ausge-fütterten Schornstein geschützt. Die Tempera-tur des Zündrohrs soll stets gleichmäßig sein.

Man unterscheidet nun weiter offene undgesteuerte Glührohrzündungen. Bei denoffenen Glührohrzündungen steht der Cylinderdes Motors immer in Verbindung mit demGlührohr, bei den gesteuerten Glührohr-zündungen dagegen wird diese Verbindung nurzu ganz bestimmten Zeiten hergestellt.

Die offene Glührohrzündung der Gas-motorenfabrik Deutz in Köln-Deutz istin Fig. 802 und 803 wiedergegeben. Wir hatten dieselbe in Fig. 799 bei 6am Cylinderkopf bemerkt. Die ganze Vorrichtung wird gegen den Cylinderkopfgeschraubt und das Glührohr 1 aus Porzellan steht mit dem Cylinderinnern

Fig. 804.