3. Die Hebezeuge.
Bearbeitet von Ingenieur O. Pötzsch in Würzen, Sa.
Zu den Gebieten des Maschinenbaues, auf denen in den letzten Jahrenrastlos vorwärts gestrebt und verbessert wurde, gehört der Hebezeugbau. DieMenge von guten Konstruktionen, die sich eingeführt haben, legt Zeugnis davonab, daß mit den Anforderungen, die an die Leistungsfähigkeit und Vollkommen-heit der Hebezeuge gestellt werden, gleicher Schritt gehalten wird.
In allen Zweigen der Industrie wird von den einfachsten Handgerätenbis zu den großartigsten Anlagen Gebrauch gemacht, um Lasten und Güterschnell und gefahrlos zu transportieren. Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeitsind die Hauptanforderungen, die an moderne Hebevorrichtungen gestellt werdenund es bewahrheitet sich auch hier der altbewährte Satz, daß das Beste geradegut genug ist. Falsch angewandte Ersparnis kommt in fast allen Fällen teuer
zu stehen. Einer Reihe bedeutender deutscher Spezial-firmen ist es durch die Güte ihrer Fabrikate ge-lungen, auf dem Weltmarkt mit Erfolg zu konkurrieren.
Der Rahmen, in dem der nachfolgende Abschnittgehalten werden muß, ermöglicht nur die Erläute-rung der gebräuchlichsten Hebeapparate und -Ma-schinen. Das Gebiet ist ein so umfangreiches, daßes nur durch ein besonderes Werk möglich wäre,den Stoff eingehend zu behandeln. Es soll nur einkurzer Überblick gegeben werden und sind aus denverschiedenen größeren Gruppen nur die geeignetstenBeispiele ausgewählt worden.
Die Leitrolle. Fig. 827 u. 828. Auf einer festgelagerten Achse ^ sitzt eineRolle, welche entweder mit der Achse fest verbunden ist oder auf derselben sichlose dreht. An dem einen Ende eines über die Rolle geleiteten Seiles oderan einer Kette ist die Last H befestigt, während an dem anderen Ende eineentsprechend große Kraft k angreift. Bewegt sich nun die Kraft k abwärts,so wird die Last <2 ansteigen und die Rolle wird in Drehung versetzt, ohnedaß sie ihre Lage verändert. Das Teilende links von der Rolle wird um so