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viel länger, als das rechte kürzer wird. Es ist also der Weg der sich nachunten bewegenden Kraft 8 gleich dem Weg der sich nach oben bewegendenLast <2.
Vernachlässigt man schädliche Widerstände (diese sind Zapfenreibung, Steifig-keit des Seiles oder Kettenreibung), so ist für eine gleichförmige Bewegung derLast H: 8 tz. Die Kraft 8 wird in Wirklichkeit aber etwas größer, dadieselbe die erwähnten Widerstände mit zu überwinden hat. Um 8 genau zuberechnen, muß mit den in weiter unten stehender Tabelle mit L bezeichnetenWerten multipliziert werden, 8 — Ltz.
L ist vom Durchmesser der Rolle k abhängig und wurde durch Versuchegefunden
Die lose Rolle. Fig. 829 u. 830. Die Rolle 8 sitzt auf einer Achse ^und ist mit letzterer der Bügel 8 verbunden, an welchem die Last <2 hängt.Um die Rolle ist ein Seil oder eine Kettegelegt und wird das eine Ende an einemHaken H festgeknüpft.
Während bei der festen Rolle der Wegder Kraft 8 gleich dem Weg der Last Hwar, ist bei der losen Rolle der Weg, dendie Kraft 8 zurücklegen muß, doppelt sogroß als der Weg, den in derselben Zeit dieLast H durchläuft. Soll z. B. die Last umI ua angehoben werden, so wird das fest-geknüpfte Seilende sich um l iu aufwickelnmüssen. Das Teilende mit der Zugkraftaber muß an und für sich ebenfalls 1 mabwickeln und gleichzeitig noch das Stückdazu, um welches das festgeknüpfte Teilende aufgewickelt wurde. Während alsoH um 1 m gestiegen ist, muß die Kraft 8 den Weg von 2 iu zurückgelegt haben.
Da bei der losen Rolle die Last <2 von zwei Teilenden getragen wird, sowird an jedem Teilende nur die Hälfte der Last H ziehen. Die Kraft 8 brauchtalso auch nur halb so groß wie zu sein. In Wirklichkeit ist 8 etwas größer. '<2 . . . .
wie i' da sie die schädlichen Widerstände, wie dieselben bei der festen Rollegenannt worden find, mit zu überwinden hat. Aus nachstehenden Tabellenkann man 8 genau berechnen, wenn man durch den Wirkungsgrad ^ dividiert.
Aus Vorstehendem ersieht man also, daß mit einer kleinen Kraft eine großeLast angehoben werden kann. Dies geht allerdings auf Kosten der Zeit, da die Lastnur langsam ansteigt. Nach der Fundamentalgleichung: Kraft x Weg — Last xFörderhöhe ist das Produkt kleine Kraft x großer Weg — dem Produkt große
Fig. 8LS.
Fig sso.