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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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tikal und horizontal fortzubewegen, verwendet man Laufkatzen mit daranhängendem Flaschenzug.

Als Fahrbahn dient ein I-Träger und rollt die Laufkatze auf demselben,indem sie einfach durch Zug fortbewegt wird, Fig. 846, oder die Fortbewegungwird durch Haspelrad und Stirnräder-Übersetzung bewerkstelligt, Fig. 847.

Die Winden.

Die Zahnstangen- und Schraubenwinden finden Verwendung beim Anhebenvon umfangreichen Lasten auf geringe Höhen, beispielsweise bei größeren Fahr-zeugen, als Lokomotiven, Eisenbahnwaggons u. s. w. Mit Hilfe mehrerersolcher Hebezeuge lassen sich große Eisenkonstruktionen, ganze Hallen, Dächeroder Brücken heben und senken. Meist genügt bei Vor-nahme derartiger Arbeiten der durch die Konstruktionbedingte geringe Hub dieser Hebezeuge. Die Zahn-stange oder die Schraubenspindel wirkt gewöhnlich direktauf den zu hebenden Gegenstand.

Die in Fig. 848 u. 849 dargestellteZahnstangenwinde besteht aus einem Holz-gehäuse, in dem die Zahnstange geführtwird. Mit dem Zahnstangentriebling 6sitzt auf einer Achse das große Stirnrad17, und der Triebling D für letzteres sitztauf der Kurbelwelle. Die Einschaltungdes Stirnräderpaares geschieht, um miteiner kleinen, am Kurbelarm wirkendenKraft eine große Last heben zu können.

Um ein durch die Last bewirktesselbstthätiges Niedergehen der Zahnstangezu hindern, ist außen am Gehäuse auf derKurbelwelle, in Fig. 849 sichtbar, ein Sperrrad angeordnet, mit dem einSperrzahn in Eingriff steht. Versagt das Sperrwerk, so kann der herum-schlagende Kurbelarm für den bedienenden Arbeiter leicht gefährlich werden.

Die Last ruht auf den am oberen und unteren Ende der Zahnstange an-gebrachten Klauen ^ bezw. L. Letztere wird benutzt, wenn der zu hebendeGegenstand den Angriff der Winde nur an einem tiefliegenden Punkte gestattet.

Bezüglich der einfachen Ausführung und gefahrlosen Bedienung gebührtder Vorzug den Schraubenwinden gegenüber den Winden mit Zahnstange. Dadie Schraubenspindel so ausgeführt wird, daß sie Selbsthemmung besitzt, sowerden die für die Feststellung der Last erforderlichen Sperr- und Hemmwerkeüberflüssig. Die Konstruktion gestaltet sich hierdurch höchst einfach und dieArbeitsweise ist gleichmäßig, sicher und ruhig. Der Wirkungsgrad ist meist0,3 bis 0,4.

Die Figuren 850 bis 852 veranschaulichen derartige Winden. Die Lastruht auf der Klaue, welche am Kopfe der Spindel so aufgesetzt ist, daß sie sich

Fig. S4g.