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Räder so hohe Umdrehungszahlen, daß sie praktisch nicht direkt verwendbarwaren. Hierin bestand denn auch die Hanptschwierigkeit für die praktische Aus-führung einer brauchbaren Dampfturbine, welche heute jedoch vollkommen über-wunden ist.
Man kann nun im allgemeinen zwei Gruppen von Dampfturbinen unter-scheiden und zwar:
1. Dampfturbinen, bei welchen eine oder mehrere Einlaufdüsen vorhanden sind,in welchen die Expansion des Dampfes vor seinem Eintritt in das Schaufel-rad stattfindet und
2. Dampfturbinen, bei welchen die Expansion des Dampfes allmählich undstufenweise stattfindet und der Dampf nach und nach durch mehrere Ein-laufapparate und Schaufelräder hindurchgeht.
Jede dieser beiden Gruppen hat ihre Vertreter und sollen im folgendendie einzelnen heute am meisten zur Anwendung kommenden Dampfturbinen näherbesprochen werden.
Die Dampfturbine von de Laval.
Die Dampfturbine von de Laval ist dieälteste Maschine dieser Gattung und ist eineVertreterin der unter 1 oben aufgeführtenMaschinen. Das Grundprinzip der de LavalschenDampfturbine ist durch Fig. 93.3 n gekennzeichnet.
Auf einer Welle 0 ist ein am Umfang mitSchaufeln ^ besetztes Schaufelrad U befestigt.
Damit der Dampf verhindert wird, ohne Arbeitzu leisten durch seine Fliehkraft fortzuströmen,ist dieses Schaufelrad an seinem Umfang durcheinen feststehenden Stahlring L umgeben, welchersich eng gegen den Umfang des Rades anlegt.
Der Dampf strömt durch einige Düsen O aufder einen Seite des Schaufelrades U in die Schaufeln ^ desselben ein, gleitet andiesen entlang und verläßt es bezw. die Schaufeln auf der andern Seite. Hierbeiteilt der Dampf dem Schaufelrad seine Arbeitsfähigkeit mit und setzt dasselbe inUmdrehung, welches diese auf die Welle 6 überträgt. Da der aus den Düsenausströmende Dampf eine sehr hohe Geschwindigkeit hat, so ist die Umdrehungs-zahl des Schaufelrades naturgemäß äußerst groß, so daß zu besonderen Wellen-lagerungen geschritten werden mußte, da die auftretenden Fliehkräfte ganz be-sondere Anforderungen an diese stellten. De Laval ging deshalb bei der Kon-struktion dieses Turbinenteiles von dem Grundsatz der Mechanik aus, daß sichein sich selbst überlassend frei kreisender Körper sich stets auf die durch denSchwerpunkt gehende Hauptachse einstellt. Er verwendete deshalb eine ganzdünne Welle, welche ihrer Durchbiegung fast gar keinen Widerstand entgegen-setzt, so daß sie sich leicht bei einer hohen Tourenzahl in ihre Hauptachse ein-
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