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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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folgende Laufrad und von diesem in das nächstfolgende Leitrad etwas weiterexpandiert, bis er die ganze ihm innewohnende Arbeitsfähigkeit auf die rotierendenSchaufeln und durch diese auf die Welle der Stahlwalze übertragen hat. Zuletztströmt der Dampf entweder ins Freie oder in den Kondensator.

In Fig. 933 s ist die Parsonsturbine schematich dargestellt.

Der Dampf gelangt zunächst durch einen Dampfvorraum 8 in den Raumals der eigentlichen Eintrittsstelle desselben in den gußeisernen Zylinder. Bei8 tritt der Dampf aus. Die Stahlwalze erstreckt sich von 0 bis 8 , und zwarbefinden sich die Schaufelkränze aus dem Teil 8 , während aus dem Teil ^0drei Kolben 8 ^ bis 8 g angeordnet sind.

Der Dampf expandiert nun von bis 8 von Schaufelkranz zu Schaufel-kranz, wobei das Volumen desselben gleichzeitig entsprechend zunimmt. Dadiesem vergrößerten Volumen entsprechend auch größere Durchströmquerschnitteerforderlich sind, ist 0 er mit Schaufeln besetzte Teil ^ 8 der Stahlwalze indrei Stufen geteilt, deren Durchmesser verschieden groß ist.

Bei der Bewegung des Dampfes von ^ nach 8 wird auf die Stahlwalzeein achsialer Druck in der Richtung der Dampfströmung ^ 8 ausgeübt. Umdiesen Druck aufzuheben, sind auf dem Walzenteil ^ 0 die drei Kolben 8 ^, 8 zund 8 g angeordnet, deren Durchmesser den Durchmessern der drei Schaufel-abteilungen in umgekehrter Reihenfolge entsprechen und auf welche ein Dampf-druck in der Richtung ^ 0, entgegengesetzt zu ^ 8 , ausgeübt wird.

Durch Kanäle st, st und st stehen die Räume zwischen diesen Kolben undder Raum hinter dem letzten Kolben in Verbindung mit den entsprechendenAbstufungsstellen des Walzenteiles ^ 8 , beziehungsweise mit dem Dampfaustritt,wodurch erreicht wird, daß die Dampfdrücke in den Richtungen ^.0 und ^6sich vollständig gleich sind. Die Welle ist daher in bezug auf achsialen Druckvollständig entlastet.

Ein vorgesehenes Kammlager 8 soll noch ein etwa auftretendes Pendeln

der Turbinenwelle verhüten. Die Welle tritt bei 8 > aus dem Zylinder her-

aus. 8 ; und 8 g sind außerhalb des Zylinders befindliche Lager für die Welle.

Die Schaufeln werden aus Bronze hergestellt und sind in schwalbenschwanz-sörmige Nuten der Stahlwalze eingesetzt. Die Entfernung zwischen zwei auf-einanderfolgenden Schaufelreihen beträgt 3 4 isw. Der Raum zwischenSchaufeln und Zylinderwandung ist so eng bemessen, daß ein Schleifen derSchaufeln gegen die Zylinderwandung nicht eintreten kann. Der größte Zwischen-raum beträgt 23 mm.

Da sich vor und hinter jedem der Kolben 8 ^, 82 und 8 g Dampf von

verschiedenem Druck befindet, so müssen diese Kolben gegen den gußeisernen

Zylinder abgedichtet sein. Zu diesem Zweck sind sowohl die Kolben wie dieZylinder mit ringförmigen Erhöhungen und Vertiefungen versehen, die gegen-seitig ineinander greifen. Diese sogenannte Labyrinthdichtung bewirkt eine voll-ständige Abdichtung durch den Dampf.selbst in der Weise, daß die den rotie-renden Teil umgebenden Dampsleilchen infolge der Dampsreibung und der

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