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ermöglichen, wogegen de Laval mittelst besonders konstruierter Zahnradvorgelegedie Tourenzahlen auf brauchbare Geschwindigkeiten herabsetzen muß. Hierin liegtalso ein prinzipieller Unterschied der beiden Systeme."
Wie weiter oben schon erwähnt, strömt der Dampf bei der Parsons-turbine nacheinander durch mehrere Schaufelkränze, welche nebeneinander auf
einer Stahlwalze lie-gen. Damit der Dampfdie einzelnen Schaufelnin richtiger Weise trifft,ist ein zweites System,und zwar feststehenderSchaufeln vorhanden,welche im Innern einesgußeisernen Zylindersgleichfalls als Schaufel-kränze gruppiert und soangeordnet sind, daß sie,unter Beibehaltung einesAbstandes von 3—4ww,zwischen die rotierendenSchaufelkränze herein-ragen. Die rotierendenSchaufelkränze sind dieLaufräder, die fest-stehenden die Leiträder.Die Wirkungsweise desDampfes ist nun folgende:Bei Durchströmen derersten feststehenden Leit-räder tritt eine teilweiseExpansion des Dampfesein, wodurch auf dieunmittelbar folgendenSchaufelndes erstenLauf-rades eine Aktionswir-kung ausgeübt und diesesin Drehung versetzt wird.In diesen Schaufeln än-dertderDampfseineRich-tung, expandiert weiter und strömt in das zweite Leitrad über. Hierbei entstehteine Reaktionswirkung auf die Laufradschaufeln, welche die Aktionswirkung derersten Beaufschlagung unterstützt und vermehrt. In dem zweiten und allenfolgenden Leit- bezw. Laufrädern wiederholt sich diese Wirkung des Dampf-druckes, indem der Dampf bei jedem Übergang von einem Leitrad in das nächst-