681
ausgeglichen werden, was an der Höhlung o der Gewichtsschale 0 durch Zulegenoder Herausnehmen von Blei geschieht.
Hat man sich auf diese Weise davon überzeugt, daß die Wage in Ordnungist, so müssen die Gewichte in der Gewichtsschale unter der Blechkapsel aufgestelltund der Einlauftrichter v mit Wiegegut gefüllt werden. Um nun die einzelnenFüllungen des Gefäßes genau mit dem aufgestellten Gewicht in Einklang zubringen, muß das auf dem Hebel 1 sitzende Schiebegewicht V genau eingestelltwerden. Dies geschieht wie folgt: Der Griff o wird nach links gedreht, derHaken 0 ausgehoben und das Gefäß U in die entleerende Stellung gedrückt.Wird das Gefäß jetzt losgelassen, so richtet sich dasselbe von selbst wieder aufund eröffnet den Einkauf, wodurch eine Füllung in dasselbe einläuft, die aber,da der Griff o nach links steht, nicht entleert wird. Selbstverständlich muß mauwährend des Füllens des Gefäßes die Wage ganz sich selbst überlassen. Erstnach erfolgtem vollständigenAbschluß des Zuflusses hebeman das Gewicht kl unddamit den Hebel I mit derHand so hoch als möglichan und zwar so lange, bisdie Wage nicht mehr schwingtund bis man sich überzeugthat, ob die Zunge 2 ein-spielt oder nicht. Spieltdie Zunge 2 ein, so ist dieFüllung richtig, spielt sieaber nicht ein, so ist dieFüllung entweder zu leichtoder zu schwer- Ist sie zuleicht, so muß das Schiebe-gewicht V auf dem Hebel Inach rechts, ist sie zu schwer, nach links geschoben werden, damit die nächste Füllungschwerer oder leichter wird. Nach entsprechender Verschiebung des Gewichtes Vhakt man den Haken 0 aus der Nase lr, so daß der Behälter L seinen Inhaltentleeren, sich wieder aufrichten und eine neue Füllung wieder aufnehmen kann.Diese neue Füllung wird in derselben Weise wie vorhin kontrolliert und dieseManipulation so lange wiederholt, bis die Zunge 2 einspielt. Jetzt bringt mandie Wage in Thätigkeit dadurch, daß man den Griff v in die Stellung nachrechts überschlägt.
Hieraus geht der große Vorteil dieser Wagen vor anderen hervor, daßman, ohne eine andere Wage benutzen zu müssen, sich jederzeit von der Richtig-keit derselben überzeugen kann.
Fig. 965 zeigt die bildliche Darstellung der Wage, wie sie von der ge-nannten Fabrik zur Verwiegung von Getreide ausgeführt wird. Die folgendeTabelle giebt die Leistungen dieser Wagen an:
Prakt. Maschinenbauer. Hß
Fig. 965.