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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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zur Befestigung an der Wand und Ausnahme des Ganzen. Bei 6t wird dieVerbindung mit dem Druckerzeuger hergestellt. Die senkrechte Teilung desPapierstreifens entspricht der Zeiteinteilung und stimmt mit der Stundenteilungam unteren Rande überein. Ein fester Zeiger gestattet dabei das Ablesen derZeit. Die wagerechte Teilung entspricht dem Druck. Man kann nun auseinem solchen aufgezeichneten Diagramm nachträglich ersehen, wie und ob derDruck im Laufe der Zeit sich änderte, zu welcher Zeit er sich änderte, ob er diehöchste zulässige Spannung überschritt usw. Auf die Bedienung des Kesselsüberhaupt ist aus dem Diagramm zu schließen.

Fig. üsr.

2. Instrumente zum Messen der Geschwindigkeit oder Tachometer.

Von diesen Meßinstrumenten interessieren uns hier nur diejenigen, welchezur Ermittelung der Umdrehungszahl von rotierenden Wellen dienen.

Bei den Tachometern, welche hier in Betracht kommen, benutzt man dieCentrifugalkraft eines Schwungkngelregulatorsund bewirkt dadurch die Verschiebung einesZeigers.

Es handelt sich beim Messen der Ge-schwindigkeit nicht nur um die durchschnittlicheGeschwindigkeit einer rotierenden Welle zu einerbeliebigen Zeit, sondern um die Messung derGeschwindigkeit in jedem Augenblick und umSichtbarmachung der immer wiederkehrendenÄnderungen dieser Geschwindigkeiten. EinZeiger streicht über eine Skala und gestattetso die Geschwindigkeiten (Anzahl der Um-drehungen pro Minute) der mit dem Tachometer verbundenen Welle zu jederZeit zu messen.

Entweder kommt nun bei den Centrifugal -Tachometern die Centrifugalkraftin Verbindung mit der Schwerkraft oder mit der Kraft einer gespannten Federzur Anwendung.

Das Centrifugalpendel (Fig. 984). An eine Wellet werden gelenk-artig zwei oder mehrere Pendelarme Ich, Uz angehängt, welche, sobald die Wellein Umdrehung versetzt wird, ebenfalls rotieren und infolge der Centrifugalkraftnach außen geschleudert werden. Je schneller die Welle VI rotiert, desto weiterwerden die Pendelarme von der Welle weg nach außen geschleudert. Die Ent-fernung der Pendelgewichte von der Welle giebt also einen Maßstab für dieAnzahl der Umdrehungen oder der Geschwindigkeit der Welle. Verbinden wirjetzt aber noch die Pendelarme Ich, Uz mit der Welle IV durch gelenkartig an-gehängte Arme ^z, welche durch eine verschiebbare Hülse II an der Welleangreifen, so wird die Hülse H bei einem Ausschlag der Pendelarme auf derWelle IV verschoben. Überträgt man diese Verschiebung auf ein Zeigerwerk, sokann man dann die Geschwindigkeit der Welle IV messen.