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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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für Metallbürsten und Fig. 1158 einen Bürstenschlüssel der zum An-ziehen der Halterschrauben dient, aus Fig. 1159 endlich den Schnitt einerDynamomaschine der Maschinenfabrik Oerlikon darstellend, ist der Schnitt und dieLagerung eines Trommelankers zu erkennen.

Angehen und Schaltungen der Gleichstrommaschinen.

Auf Seite 815 ist erklärt worden, wie eine Dynamomaschine arbeitet.Offen bleibt noch die Frage, wie sie angeht? Denn zur Stromerzeugung be-darf sie ja schon Strom, der die Drähte der Elektromagnete durchstießt, umMagnetismus in ihnen zu erzeugen. Diese Schwierigkeit löst sich durch denUmstand, daß das Eisen stets etwas Magnetismus zurück behält- Dieser remanante

Fig. I1S1.

Magnetismus verleiht auch der stromlosen Dynamo ein schwaches magnetischesFeld. Bei Drehung des Ankers entsteht also sofort ein schwacher Strom, derzum Teil sofort zur stärkeren Erregung der Elektromagnete verwandt wird. Da-durch wächst Spannung und Strom der Maschine, mithin wiederum der Magne-tismus und so fort, bis der sogenannte stationäre Zustand erreicht ist. DieserVorgang ist das von W. v. Siemens 1867 entdeckte dynamo-elektrische Prinzip,weshalb jede nach ihm arbeitende Maschine dynamo-elektrische oder kurz Dynamo-maschine heißt.

Man unterscheidet hinsichtlich der Gleichstrom-Dynamomaschinen drei ver-schiedene Arten, deren Unterschied in der Schaltungsweise der Bewickelung derMagnete liegt:

Hauptstrommaschine,

Nebenstrommaschine,

Kompoundmaschine.

Die erste nennt man auch Serienmaschine, die letztere Verbund- oderGleichspannungsmaschine. Bei der Serienmaschine (Fig. 1160) bildet derAnker, die Magnete und der äußere Widerstand bezw- Stromkreis IV einenungeteilten Stromkreis und da diese drei Teile in einer Reihe hintereinanderliegen, so nennt man die Serienmaschine auch Maschine mit Reihenschaltung