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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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der Dynamomaschinen zu erhöhen, entstanden die mehrpoligen Maschinen,die heute fast ausschließlich das Feld beherrschen. Zweipolige Maschinen bautman nur noch für kleine Leistungen, etwa bis 15 ? 8 und da in immer ge-ringerem Maße, während sie früher selbst für ziemlich große Kräfte hergestelltwurden. Entsprechend den Magnetflächen entstehen, wie Fig. 1168, an demSchnitt des Magnetgestells einer vierpoligen Maschine der E. A.-G. vorm.Lahmeyer L Co. erkennen läßt, vier getrennte magnetische Kreise, L, 0,1),es ist also eine Verdoppelung derselben gegenüber einer zweipoligen eingetreten,wie ein Vergleich mit Fig. 1136 Seite 817 ergiebt. Aus diesem Grunde gehendie Jnduktionsvorgänge, die sich bei einer zweipoligen Maschine in jeder Hälftedes Ankers vollziehen, in einer vierpoligen in jedem Viertel der Ankerwickelungvor sich und bei Maschinen mit noch mehr Polen teilt sich der magnetische Kreisbezw- der Kraftlinienweg immer mehr, entsprechend der Anzahl der vorhandenenPolpaare. Da die vierpolige Dynamomaschine also zwei neutrale Zonen (vgl.Seite 816) besitzt, die rechtwinklig zueinander stehen, die sechspolige (Fig. 1169)drei, die sich unter Winkeln von 60°kreuzen usw., so ist für jedes Polpaarauch ein Paar Stromabnahmestellen er-forderlich. Demgemäß können an einervierpoligen Maschine an vier Stellendes Kollektors Bürsten schleifen, die jeum einen Bogen von 90° voneinanderentfernt sind, bei der sechspoligen Ma-schine an sechs Stellen, die um je 60°voneinander entfernt stehen- Aus jedemzusammengehörigen Bürstenpaare kannman Strom entnehmen, sodaß also einevierpolige Maschine auch als eine Kom- Ng. n?«,

bination von zwei Dynamomaschinen,

eine sechspolige als eine solche von drei Maschinen angesehen werden kann. Diegleichnamigen Bürsten werden also immer parallel geschaltet.

Gelegentlich erscheint es aber wünschenswert, mit nur zwei Bürsten auszu-kommen, in welchem Falle die gegenüberliegenden Spulen, die gleiches Potentialbesitzen, oder die gleichen Kollektorsegmente miteinander verbunden werden. Beiden Ankern solcher Maschinen sind dann immer nur zwei Bürsten erforderlich,

die in einem Winkel von

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Grade voneinander abstehen, wenn (nach Rühl-

mann) x die Anzahl der Polpaare bezeichnet. Der Kollektor muß, um die-selbe Auflagefläche für die Bürsten zu haben, doppelt, bezw. xmal so breit ge-wählt werden. Eine Maschine dieser Art stellt Fig. 1170 dar (Gleichstrom-maschine der E- A.-G- vorm. W. Lahmeyer L Co.).

Die erstere Wickelung des Ankers nennt man Parallelschaltung, dieletztere Reihenschaltung der Ankerwickelung. Hinsichtlich der Reihen- oderSerienschaltung unterscheiden sich Trommelanker und Ringanker in nichts, die