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Der Anker einer Gleichstrommaschine ist wegen des Kollektors und derBürsten notwendigerweise komplizierter als der einer Wechselstrommaschine.Anderseits ist das Magnetfeld einfacher. Die Mehrzahl der Gleichstromdynamossind für niedrige oder doch mäßige Spannungen gebaut, während Wechselstrom-dynamos gewöhnlich für hohe Spannungen konstruiert sind. Dieser Umstanderfordert größere Sorgfalt in der Isolation und zwingt uns, gewisse Windungs-methoden, welche für eine 100 Volt-Gleichstrom-dynamo durchaus zulässig sind, zu vermeiden-Bei dem Entwürfe beider Maschinenarten mußauf Wirbel-(Foucault-)ströme und HysteresisRücksicht genommen werden, bei Wechselstrom-dynamos aber sind diese störenden und schädlichenErscheinungen weit ernster als bei Gleichstrom-maschinen. Der Grund ist der, daß sowohl derDraht als das Eisen, wenn nämlich der Anker einen Eisenkern hat, einer schnellerenJnduktionsänderung unterworfen sind. Deshalb müssen besondere Vorsichtsmaß-regeln angewendet werden. Der Kern muß gut unterteilt sein, und der Leitersollte einen gewissen Querschnitt nicht überschreiten. Wie groß dieser Maximal-querschnitt sein sollte, hängt natürlich von dem allgemeinen Entwürfe der Maschineab, aber wir können ungefähr annehmen, daß, wo runder Draht gebraucht wird,
Fig. 117».
Fig. 11,».
sein Durchmesser 3,5 mm nicht überschreiten soll, und wo Kupferstreifen ver-wendet werden, die Dicke nicht mehr als 2,5 mm betragen soll. Ein anderesund sehr wirksames Mittel zur Vermeidung von Wirbelströmen besteht darin,den Leiter ganz in Eisen einzubetten.
Für Wechselstromerzeugung kommen fast nur mehrpolige Maschinen in An-wendung, denn bei der gebräuchlichen Polwechselzahl von 100 in der Sekundeoder 6000 in der Minute wäre bei einer zweipoligen Maschine eine Umdrehungs-geschwindigkeit von 3000 Touren in der Minute erforderlich, während bei einervierpoligen Maschine nur 1500, bei einer sechspoligen 1000, bei einer achtpoligen750 Touren nötig sind.
Zur Felderregung der Wechselstrommaschine ist stets Gleichstrom erforderlich.
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