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Sei die primäre Spule D, die sekundäre bih so erhält man, da das Verhältnisder Windungen gleich ist dem Verhältnis der Spannungen, die Gleichung
^ L^ ^ VV ^ L '
Ist dieser Koeffizient größer als 1, so sind mehr primäre als sekundäre Spulenvorhanden, folglich wird ein Strom von höherer Spannung in einen solchenvon niedrigerer Spannung umgewandelt. Ist der Koeffizient jedoch kleiner als 1,so sind weniger primäre als sekundäre Windungen vorhanden, und es wird auseinem Strome geringer Spannung ein solcher höherer Spannung erzeugt.Endlich drittens, wenn der Koeffizient gleich 1 ist, haben beide Ströme gleicheSpannung.
Letztere Apparate stellen den Typus der ersten von Gaulard und Gibbskonstruierten Transformatoren dar; sie haben, trotz ihrer anscheinenden Nutz-losigkeit (da sie ja den Strom verändert aufnehmen und weitergeben), denZweck, aus einem primären Stromkreise eine Reihe unabhängig voneinander zubetreibender sekundärer Stromkreise abzuzweigen, aus welchem Grunde man sieauch als Sekundärgeneratoren bezeichnet. Ist die Primäre Wickelung in einenStromkreis eingeschaltet, so kann man die sekundäre dazu benutzen, um irgendeine Arbeit zu leisten. Ist in demselben Stromkreise noch ein zweiter, dritter usw.Transformator eingeschaltet, so sind alle sekundären, von den Transformatorenabzweigenden Stromkreise voneinander unabhängig.
Die diesem System anhaftenden Mängel führten Zipernowski, Den undBlathy dazu, die zuerst beschriebenen Wirkungen des Transformators auszubilden,und erst dadurch wurde der Wechselstromtechnik und der mit ihr auf das Innigsteverbundenen elektrischen Kraftübertragung auf weite Entfernungen der großartigeAufschwung gegeben, den sie in den Drehstrommaschinen gefunden hat. DieGrundlage des genannten Transformationssystems ist die, daß die primärenWickelungen nicht hintereinander, wie bei dem vorher beschriebenen System, ge-schaltet werden, sondern parallel.
Führt man zu drei oder vier Punkten der Bewickelung (Fig. 1209) Zu-leitungen und leitet durch diese Drei- bezw- Zweiphasenstrom ein, so entstehtin der ebenso gestalteten Sekundärbewickelung induzierter Dreh- oder Zweiphasen-strom; man hat also einen Dreh- oder Zweiphasenstromtransformator.
Um eine möglichst gute Isolierung zu erhalten und die Gefahr des Durch-schlagens auf ein möglichst geringes Maß zu beschränken, ist die Hochspannungs-wickelung sowohl von der Niederspannungswickelung, wie auch vom Eisen desKernes durch eine entsprechend starke Schicht Glimmer oder Mikanit zu trennen.Die Niederspannungswickelung kann vom Eisenkern durch Stabilst oder Preß-span isoliert werden. Bei hohen Spannungen und größeren Leistungen wirdzur Erreichung einer besonders guten Isolation der ganze Transformator zweck-mäßig in einen mit Öl gefüllten Behälter eingebaut.
Transformatoren für Drehstrom sowohl wie für Wechselstrom erwärmensich im allgemeinen viel langsamer als z. B. Dynamomaschinen oder Elektro-motoren. Denn während diese bereits nach höchstens zehn Stunden ihre end-