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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Lagerabstandes unter sonst gleichen Verhältnissen einen kleineren Durchmessererhalten.

Unter diesen Umständen wird man Wechselstromdynamos um so lieber alsSchwungradmaschinen bauen, als sich deren Abmessungen unter normalen Ver-hältnissen nicht allzusehr von denen gewöhnlicher Maschinen unterscheiden. Diefür Wechselstromanlagen jetzt meist übliche Periodenzahl von 50 i. d. Sek. be-dingt nämlich bei langsam laufenden Maschinen naturgemäß eine beträchtlicheAnzahl von Polen , deren zweckmäßige elektrische und magnetische Bemessung von

selbst zu großen Durchmessern hinführt. Bedeutendere Abweichung zeigt meistnur der Querschnitt des Magnetkranzes, welcher in Rücksicht auf die unter-zubringende Schwungmasse weit über das magnetisch notwendige Maß vergrößertwerden muß.

Besonders vorteilhaft erweist sich die Ausführung der Wechselstrommaschinenin Schwungradordnung in den für größere Anlagen häufig in Betracht kommendenFällen, wo mit einer Dampfmaschine Gleichstrom und Wechselstrom erzeugt werdensollen. Durch die Ausbildung des rotierenden Magnetsystemes der Wechselstrom-maschine als Schwungrad wird eine sehr gedrängte und übersichliche Gestaltungdes ganzen Maschinensatzes erreicht und sein Preis nicht unwesentlich verringert.

Fig. 1256 und 1257 ist eine der von der E. A. vorm. W. Lahmeyer & Co-für das städtische Elektrizitätswerk Bielefeld gelieferten Schwungradmaschinen.