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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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entbehrlich gemacht werden. Während für langsam laufende Wechselstrommaschinenseit einer Reihe von Jahren dieser letztere Weg vorzugsweise eingeschlagen wird,hat man Gleichstrommaschinen stets nach der ersten Anordnung gebaut; erst voreinigen Jahren ist man dazu übergegangen, auch sie auf diese Weise auszubilden.Maschinen dieser Kategorie bezeichnet man als Schwungradmaschinen. Zuersthat die E.-A. vorm. W. Lahmeyer <L Co. solche Maschinen gebaut und indie Praxis eingeführt.

Um der von der Dampfmaschine gestellten Bedingung, ein gewisses Schwung-moment zu erreichen bei möglichst geringem Schwunggewicht, Genüge zu leisten,

wird man den Durchmesserdes Schwungringes inner-halb der durch die Umfangs-geschwindigkeit gegebenenGrenzen möglichst groß wäh-len. Baut man nun denAnker einerDynamomaschinegleichzeitig als Schwungradfür die Dampfmaschine, undbestimmt seinen Durchmessernach dem erwähnten Grund-sätze, so ergiebt sich weiterhineine verhältnismäßig geringeAnkerbreite, da bekanntlichfür eine gegebene Leistungdie Eisenbreite einer Dynamodem Quadrate des Anker-durchmessers umgekehrt pro-portionalist. Großer Durch-messer und geringe Breitesind daher eine allenSchwungradmaschinen ge-meinsame Eigentümlichkeit.Dadurch, daß sich derartige Maschinen so bedeutend schmäler bauen als gewöhnlicheund daß ein besonderes Schwungrad entbehrlich ist, gewinnt der ganze Maschinensatznicht nur an Uebersichtlichkeit, sondern es wird auch in achsialer Richtung beträchtlichan Platz gespart, umsomehr, als im allgemeinen ein Lager wegfallen kann, dassonst zwischen Schwungrad und Dynamo notwentig ist. Da die für dieSchwungraddynamo erforderliche Breite nur wenig größer ist, als für ein ent-sprechendes Schwungrad allein, so ergiebt sich für derartige Dampfdynamosachsial eine Ausdehnung, die nur ungefähr so groß ist, wie sie sonst von derDampfmaschine und dem Schwungrade allein beanspruchte. Bei Zwillings-maschinen verringert sich daher auch der Abstand zwischen Hoch- und Niederdruck-cylinder, sodaß Fundament und Rohrleitungen geringeren Raum beanspruchen.Auch kann bei Dampfmaschinen jeder Bauart die Welle wegen des geringeren

Fig, ISöS.