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Zerlegbares Modell der Schleifer-Einkammer-Luftdruckbremse / von Ingenieur Friedrich
Entstehung
Seite
7
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durch Kanal (56) in den Raum (57) des Treibradsteuerventils (7) und drückt denKolben (58) mit dem Schieber (59) in die im Modell angenommene Lage. Hier-durch ist der Füllkanal (60) von der Manschette (61) frei geworden, die Luftströmt durch Kanal (60) über die Manschette (62) in den Raum (63), somit inden mit diesem unmittelbar verbundenen Hilfsluftbehälter (5) und ladet die Bremse.

Der Treibradbremscylinder ist in dieser Lage des Steuerkolbens durch Kanal (64)und Hohlschieber (59) mit der freien Luft verbunden. Der Druckregulator (53)ist zunächst, da die Kanäle (65 und 66) vom Küken bedeckt sind, außer Thätigkeit(Fig- 8).

Die Signalpfeife (54) ist mit ihrer unteren Kammer (67) in direkte Ver-bindung mit der Hauptrohrleitung (9) gebracht. Die von dieser nach Kammer (67)

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überströmende Luft hält, von der Feder (68) unterstützt, vermittels des Kolbens (69)den Kanal (70) geschlossen. Der vom Bremshahn zur oberen Kammer (71) führendeKanal (72) ist vom Küken (50) abgesperrt.

Wenn die Bremsen gelöst, sowie die Hilfsluftbehälter der Bremscylinder unddie Rohrleitung mit dem vorgesehenen Druck (5 Atmosphären) gefüllt sind, wird derBremshebel (49) in die Stellung II. gebracht.

Fahrtstellung.

Stellung II. Kükenstellung wie im Modell.

Die direkte Verbindung des Hauptluftbehälters (3) mit der Hauptrohrleitung (9)ist aufgehoben; die Luft strömt aus dem Hauptlufibehälter durch das von der

Feder (73) gehobene Drosselventil (74) in den Raum (75) und die Hauptrohrleitung,und zwar so lange, bis im Raum (75) der Druck erreicht ist, mit welchem dieFeder (73) gespannt wird, wodurch die Membrane (76) und die dem Drosselventil (74)als Stützpunkt dienende Spindel (77) nach unten bewegt wird und das Drossel-ventil (74) sich schließen kann. Bei jeder Verminderung des Druckes im Raum(75), hervorgerufen durch Undichtigkeiten in der Hauptrohrleitung u. s. w., öffnetdie Feder (73) das Drosselventil (74) von neuem, und der verminderte Druck wirdwieder ergänzt.

Wenn jedoch durch Überfüllen beim Laden und Lösen der Bremsen (in derFüllstellung), durch Undichtigkeit des Kükens oder durch das infolge unvermeid-lichen Verschmutzens im Betriebe undicht gewordene Drosselventil (74) sich inHauptrohrleitung und Raum (75) ein höherer Druck ansammelt, so wird dieMembrane (76) weiter nach unten bewegt und führt ein Abheben der Spindel (77)vom Drosselventil (74) herbei, worauf die überschüssige Luft durch Kanal (78),Raum (79) und Kanal (80) ins Freie entweicht.

Der Druckregulator ist für jeden Zug, je nach den Undichtigkeiten der Haupt-rohrleitungen u. s. w. auf den bestimmten Druck einzustellen, was durch Drehender Schraube (81) nach rechts oder nach links erreicht wird.

Sollte während des Betriebes durch sehr starkes Verschmutzen u. s. w. desDruckregulators die Luft so stark aus dem Freiluftkanal (80) strömen, daß dieLuftpumpe nicht im stände ist, den Druck im Hauptluftbehälter auf 6 Atmosphärenzu erhalten, so ist durch vollständiges Zurückdrehen der Schraube (81) der Kanal(80) abzuschließen, und der Druck in der Hauptrohrleitung bis zur Beendigung derFahrt durch den Bremshebel möglichst genau zu regulieren.

Die Signalpfeife (sofern eine solche angebracht ist) mit dem Raum (71) stehtin der Fahrtstellung durch den Kanal (72, 82, 83) und Küken (50) mit demHauptluftbehälter in Verbindung.

Bei Überschreitung des zulässigen Druckes von 8 Atmosphären im Hauptluft-behälter wird der von der Feder (68) und dem Druck in der Hauptrohrleitunggeschlossen gehaltene Ventilkolben (69) nach unten gedrückt, der Kanal (70)geöffnet, und die ausströmende Luft läßt die Pfeife ertönen, worauf die Pumpesofort abzustellen ist.