Bäcker.
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„Der Badestuhl, dessen Gebrauch und Naturin verschiedenen örtlichen Krankheiten dermännlichen, besonders deS weiblichen Ge-schlechts von I. Weidlich. Wien lgiL, m. K. —Hesperus lZiy- Nro. i. S. 10z.
Badstuben, s. Bäder i B. 79.
Bäcker; waren schon im XII. Jahrhundert in Deutschland zünftig. — P 0 ppe Handb. d. Erf. zz.
Bäckerei. Seit den ältesten Zeiten bis jetzt, knetet manden Teig mit den Handen, schiebt ihn in den Backofenund nimmt ihn nach einiger Zeit wieder heraus. DasKneten ist äußerst mühsam, und wer es nicht sieht, weißkaum, wie viel Schweiß unter das erste unsrer Nahrungs-mittel kommt. Der Arbeiter erschöpf seine Kräfte, ver-liert in den heißen Sommermonaten und beim Knetendes gröber« Mehlteiges außerordentlich viel durch Aus-dünstung und schadet seiner Gesundheit so, daß er imAlter von 50 Jahren zu jeder Beschäftigung untauglichwird. Schon öfters dachte man daher darauf, das Kne-ten durch Maschinen zu bewirken, aber das Zunftwesenverzögerte das Weiterschreitrn.
In Genua hat man im I. 1789 in einigen Bäcke-reien eine Knetmaschine, die durch ein Tretrad inBewegung gesetzt wurde, und wo 4 Stäbe in einemBottich den Teich mischten und kneteten, eingeführt.
In Venedig führte um dreselbe Zeit der BäckerMaisetti in seiner Bäckerei eine, obgleich nicht Vortheil-haft e.ngericktete Knetmaschine ein, die aus einemTretcade besteht, da« ein Mann bewegt, dasselbe drehtzwei, an einer viereckigen Welle befindliche Räder, unddiese Welle knetet auf einem flachen Tische den Teig.
In Schweden bediente man sich zum Kneten desThons in Ziegeleien einer Knetmaschine, die aus einemWasserrad, besteht, das eine Welle treibt. Diese Welle