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Bleiche^
kei tSbk eichen sind in neuem Zeiten erfunden. Scheelemachte zuerst die Entdeckung, daß die aus Braunsteinentwickelte oxydirte Salzsäure (oder übersaureKochsalzsäure) die färbenden Theile der vegetabilischenStoffe zerstöre, baß sie z. E. rohe graue Leinwand, oderrohes, graues, leinenes Garn in kurzer Zeit sehr weißdarstelle. Der französische Chemiker Bert holet wandtepicht bloß mit zuerst die Entdeckung des Scheele wirk-lich zum Bleichen der baumwollenen und leinenen Zeugean, sondern er erfand auch neue Vortheile und trefflicheApparate zu dieser neuen Bleichungsart. Man tränkt siein der Säure, wäscht letztere aber dann sorgfältig wiederab, damit die Zeuge nicht mürbe werden. Der FranzoseDescroicilles und der Engländer Tennant mischtenkohlfauren Kalk, oder. Kreide unter die Bleichflüssigkeit,um den schädlichen Geruch der Salzsäure zu vermindern.Beliebter als das Bleichen mit oxydirter Salzsäure, wurdedas Bleichen mit Laugendämpfen, da man näm-lich die, mit einer kaustischen Lauge kalt oder siedend be-handelte Waare, noch von Dämpfen einer siedenden Lau-ge dürchdringen, und an der Luft trocknen läßt. DieseMethode stammt eigentlich aus'der Levante ab, warim südlichen Frankreich schon lange bekannt, wurde aberder Welt erst vor wenigen Jahren durch den berühmtenChemiker Chaptal empfohlen, der dazu eigne, sehr ein-sacke Apparate erfand. Einen andern sehr zweckmäßigenApparat zu der Dampfbleiche gab D'Reilly in Straß-burg an. Daß die Schwefelleber Vortheilhaft zumBleichen anzuwenden wäre, die Bemerkung hat schonKirn -an gemacht. Higgins versuchte es daher zuerst,die oxydirte Salzsäure durch die Kalkerde, in Verbin-dung mit Schwefel, als Bleichmittel zu benutzen. DieseMethode ist von O'Reilly mit Glück nachgeahmt wor-den. Turnbukl und Crook bleichten mit altem Urin