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Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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Cementation des Glases. 65

lieferte. Bert. Nachr. v. St. u. gel. S. 1820.Nro. 28. Vergl. Kitt.

Cementation des Glases. Reaumur sahe zuerstein, daß ein Glas, besonders, wenn es aus verschiedenenErdarten, wie gemeiniglich das Bouteillenglas, zusam-mengesetzt ist, sich wieder in seine ersten Grundtheile auf-lösen, und seine Durchsichtigkeit und andere glasartigeEigenschaften, verlieren könne. Man nannte dies Factumfälschlich Cementation des Glases, und da Reau-mur es auf die Töpferarbeit anwenden wollte, so gabman ihm auch wol den eben so unrichtigen Namen:Reaumurscheß Porcellain. Auch d'Antic suchtedie Idee des Reaumur zu realistren. Beide kamenaber dadurch nicht weiter in ihrer Kunst. Man fand inder Folge, daß das Bouteillenglas, welches man in einlange unterhaltenes, die Glasmasse zu sehr erweichendesFeuer hätt, sich entglaset, und das Ansehen von Stein-gut bekömmt, aber ohne den geringsten Schein von Ce-mentation, wie in den neuesten Zeiten mehrere geschickteGlasfabrikantcn und Chemiker bewiesen haben.. Jour-nal f. Fabr. XXX. Jun. 484. Postpe Gesch. d.Techn. IU. Zz6.

Cementirstahl, Cementstahl, Brennstahl. DieErfindung des Cementstahls, oder desjenigen Stahls,welchen man vermöge eines CemenkpulverS, womit dieEisenstäbe in die Kiste eines Ofens eingeschichtet werden,,durch Hülfe eines starken Feuers erhält, ist viel neuer,als die Erfindung des «Schmelz- oder Gußstahls;mit Verfertigung desselben haben sich bisher die Englän-der am meisten beschäftigt, und. ihn vor etiva hundertJahren von einem deutschen gemeinen Arbeiter, Ber-tram, aus der Grafschaft Mark , verfertigen gelernt.Poppe Gesch. d. Techno!, II» 409. s. Stahl.

n. Suppl. B. ss ^